In dieser YOGA AKTUELL-Ausgabe erschienen:

Mehr Yoga üben, öfter meditieren, gesündere Gewohnheiten pflegen – das nehmen sich viele fest vor. Doch auch bei unserem Streben nach positiven Veränderungen sollten wir uns nicht zu sehr unter Druck setzen. Wie wir uns realistische Ziele stecken und uns wirklich etwas Gutes tun Vor einem Jahr traf ich während einer Ayurveda-Kur auf Sri Lanka Christa. Christa ist eine sehr erfolgreiche Frau, die dort ihre erste Pancha-Karma-Kur machte. Sie war begeistert und sehr ambitioniert, all die kostbaren und wertvollen Empfehlungen des Ayur­veda-Arztes zu Hause umzusetzen. Die Liste der Empfehlungen war sehr lang, und Christas tägliche To-do-Liste – sowohl geschäftlich als auch privat – war es ebenfalls. Wir blieben auch nach der Kur in Kontakt. Ich konnte mitverfolgen, wie Christa sechs Wochen lang alle Regeln des Ayurveda-Arztes einhielt, die ihr auf Sri Lanka so gutgetan hatten. Dann aber kam es – wie so oft in unserem Leben – zu unvorhersehbarem Stress, der die ganze Aufmerksamkeit von Christa erforderte. Plötzlich hatte sie keine Zeit mehr, die ayurvedischen Richtlinien weiterzuverfolgen. Sie war frustriert. Jetzt konnte sie nicht nur das, was ihr guttat, nicht in ihren Alltag integrieren, sondern jetzt fühlte sie sich auch noch als Versagerin. Hätte sie die kostbaren Empfehlungen des Arztes mit etwas mehr Distanz betrachtet, dann hätte sie selbst erkennen können, dass so viele Veränderungen auf einmal einfach nicht machbar sind. Christa steht stellvertretend für viele Menschen, die mir begegnen – inklusive mir selbst. Manchmal kommen wir voller guter Vorsätze aus einem Retreat, einer Kur oder einem Seminar und möchten unser Leben am liebsten von heute auf morgen ändern. Aber anstatt uns etwas Gutes zu tun, überfordern wir uns vor lauter Enthusiasmus häufig. Zu oft nehmen wir uns nämlich zu viel auf einmal vor. Den eigenen Alltag berücksichtigen Erwiesenermaßen ist es effektiver, einen Schritt nach dem anderen zu machen, damit sich das, was wir in unser […]

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Doris Iding
Doris leitet Seminare, Fort- und Ausbildungen zum Thema Yoga, Meditation und Achtsamkeit. Nach dem Motto „Alles was ist, darf sein. Es gibt kein Richtig und Falsch, sondern immer nur die eigene subjektive Erfahrung des gegenwärtigen Moments“ ist es ihr sowohl in ihren Kursen als auch in ihren Artikeln und Büchern ein großes Anliegen, den Menschen zu vermitteln, dass es in der Praxis um Selbsterkenntnis geht, nicht aber um Selbstoptimierung. Begegnen wir uns also mit viel Selbstmitgefühl, Wohlwollen und Geduld, wird das Leben leichter und die Achtsamkeits- und Meditationspraxis erfüllender. 18 ihrer Bücher wurden in andere Sprachen übersetzt.