In dieser YOGA AKTUELL-Ausgabe erschienen:

Wir alle sehnen uns nach einer Erfahrung des Göttlichen, des Seins oder der Stille. Erreichen können wir sie aber nur, wenn wir an nichts mehr festhalten – auch nicht an unserem Lehrer Zu Lebzeiten war Buddha darauf bedacht, seinen Schülern und Anhängern zu vermitteln, dass es nicht um seine Person gehe, sondern um die Lehre, die er vermittelte. Diese Aussage wiederholte er immer und immer wieder in verschiedenen Formulierungen, z.B:. „Oh Edelgeborener! Erinnert euch daran, wer ihr wirklich seid! Auch ihr besitzt die wahre Buddha-Natur!“. Manchmal sagte er aber auch: „Töte den Buddha im Außen! Und dann töte den Buddha in dir!“ Kurz vor seinem Tod mahnte er seine Anhänger noch einmal, keine Reliquien von ihm aufzubewahren und auch keine Bilder von ihm anzubeten. Viele Jahre hielten sich die Verehrer der Lehre Buddhas an seinen Wunsch. Aber irgendwann war das Bedürfnis, ein Objekt der Verehrung und Liebe anzubeten, so groß, dass die Menschen vergaßen, selbst zur Liebe, selbst zum Buddha zu werden. Zuerst verehrten sie nur das Bild des leeren Stuhls oder saßen von einem Sandalenpaar und sahen in ihnen ein Kennzeichen der Lehre. Aber irgendwann reichte es den Anhängern Buddhas nicht mehr. Sie fingen an, diese Symbole nach und nach durch Statuen zu ersetzen. In meinen Augen ist das Bild des leeren Stuhls ein wunderschöner Ausdruck für die Lehre Buddhas. Und nicht nur das: Ein solches Symbol könnte auch die Essenz des Yoga und darüber hinaus natürlich auch aller anderen spirituellen Lehren sein. Ein einfacher leerer Stuhl, der uns daran erinnern soll, dass es nicht um den Lehrer geht, sondern um die Lehre. Und die Essenz aller Lehren besteht darin, dass wir selbst Gott, Stille oder das reine Sein sind. Namen für die Essenz der Lehre gibt es viele, der Geschmack dieser Erfahrung ist und bleibt jedoch der gleiche. […]

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Doris Iding
Doris leitet Seminare, Fort- und Ausbildungen zum Thema Yoga, Meditation und Achtsamkeit. Nach dem Motto „Alles was ist, darf sein. Es gibt kein Richtig und Falsch, sondern immer nur die eigene subjektive Erfahrung des gegenwärtigen Moments“ ist es ihr sowohl in ihren Kursen als auch in ihren Artikeln und Büchern ein großes Anliegen, den Menschen zu vermitteln, dass es in der Praxis um Selbsterkenntnis geht, nicht aber um Selbstoptimierung. Begegnen wir uns also mit viel Selbstmitgefühl, Wohlwollen und Geduld, wird das Leben leichter und die Achtsamkeits- und Meditationspraxis erfüllender. 18 ihrer Bücher wurden in andere Sprachen übersetzt.