Ayahuasca-Reisen ins Amazonasbecken: „Kulturkolonialismus“ oder positive Verbindung zweier Welten? Peru. Ich sitze auf der Terrasse eines kleinen Hotels, das wegen des Hochwassers wie auf Stelzen in der Lagune Yarinacocha im Amazonasdschungel steht. An einem Tisch in der Nähe ein junger Deutscher, der den Kellner nach Ayahuasca fragt; der wiederum zeigt auf mich. Der junge Mann: „Hallo, ich heiße Hans. Ich bin gerade aus Deutschland gekommen, vor vier Stunden gelandet.“ Der Ayahuasca-Tourist Hans ist schlank und groß, hat blonde Locken, geht leicht vornübergebeugt. Er ist sehr jung, wirkt höchstens wie achtzehn, ist aber schon zwanzig, sagt er. „Weißt du, wo ich hier Ayahuasca nehmen kann – bei einem echten Schamanen, bei dem man nicht zahlt? Nur die falschen Schamanen nehmen Geld, hab ich gehört, die echten machen das aus religiösen Gründen.“ Es ist heiß. Er wischt sich den Schweiß ab. Wirkt gehetzt. „Morgen würde ich gerne schon mal Ayahuasca nehmen. Hab nicht viel Zeit in Peru.“ Er hat es eilig, geht geradlinig auf sein Ziel los. „Ein echter Nordeuropäer“, denke ich. „Werden wir so erzogen? Immer linear geradeaus, Schienenblick, bloß nicht […]

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