Agnisara, die „Feuerpraxis“, und Kapalabhati, das „Schädelleuchten. Yogis geben ihren Atempraktiken gerne bildhafte Namen. Sie wollen zum Ausdruck bringen, worum es in einer Übung geht, und welches Ziel sie verfolgt. So heißen die beiden Übungen, die ich nun vorstellen möchte, Agnisara, „die Feuerpraxis“, und Kapalabhati, „der leuch­tende Schädel“. Es sind klassische Hatha-Yoga-Praktiken, die oft als Pranayamas bezeichnet werden. Das ist insofern nachvollziehbar, als es sich bei beiden Übungen um Atempraktiken handelt. Jedoch werden sie systematisch nicht den Pranayamas zugeordnet, sondern den Kriyas: „Handlungen“, die eine physische Reinigung bewirken möchten. Sie können begleitend, oder, im Falle von Agni­sara und Kapalabhati ganz besonders, unmittelbar vor den eigentlichen Pranayama-Übungen durchgeführt werden. In technischer Hinsicht ist beiden gemeinsam, dass der Bauchraum dabei sehr aktiv ist und dadurch die abdominalen Organe intensiv bewegt und massiert werden. Davon abgesehen sind es aber sehr unterschiedliche Praktiken. Im klassischen Yoga kennt man sechs Kriyas (Shatkriyas oder auch Shatkarmas): Trataka, das Reinigen der Tränenkanäle; Kapalabhati, die Reinigung des Kopfes; Neti, die Nasenreinigung; Dhauti, Techniken zur Reinigung der oberen Verdauungsorgane vom Mund bis zum Magen; Basti, die Darmreinigung; und schließlich […]

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