Yoga wirkt! Das können alle bestätigen, die schon mal in ein Studio gegangen sind und sich nach der Klasse rundum wohl gefühlt haben. Wenn Yoga eine solche Wirkung bereits nach einer einmaligen Praxis entfaltet, wie viel Kraft muss dann erst durch eine regelmäßige Yoga-Praxis freigesetzt werden?

Wie weit, oder besser, wie tief kann Yoga gehen?

In den alten Schriften steht: bis zur Erleuchtung. Zugegeben, ein schwieriges, weil über die Jahrhunderte mit vielerlei Bedeutungen behaftetes Wort. Ich möchte es deshalb mal vereinfacht als „anhaltende Zufriedenheit“ bezeichnen. Also auch dann zufrieden sein können, wenn die äußeren Umstände augenscheinlich eigentlich gar keinen Anlass dafür bieten. Es bedeutet für mich auch, seine wahren inneren Wünsche zu kennen und ihnen nachzugehen, ohne von ihrer Erfüllung abhängig zu sein. Eine wertvolle, weil wertschätzende Beziehungen zu sich selbst zu pflegen und deshalb auch in der Lage zu sein, ebensolche Beziehungen mit anderen Menschen führen zu können. Kurz: Aus sich selbst heraus strahlen zu können, das ist Erleuchtung für mich. Oder zumindest das Vorzimmer der Erleuchtung.

Yoga kann also tatsächlich sehr tief gehen, weit über das Körperliche hinaus. Viele Menschen beginnen zwar mit dem Körperlichen, und das macht auch Sinn. Wir beugen uns vor und zurück, trainieren Muskeln und Gleichgewichtssinn und verbessern unser Körpergefühl. Ahhh… das tut gut! Und relativ schnell wird unser Körper flexibler und kräftiger. Und auch unser Geist, in seinem Alltagsbewusstsein, versteht schnell: „Das tut mir gut, das ist gut. Nächste Woche komme ich wieder, beschlossene Sache.“ Ein Anfang ist gemacht.

3 Vorteile einer regelmäßigen Yoga-Praxis

Um aus diesem Anfang eine wirklich dauerhafte und regelmäßige Yoga-Praxis werden zu lassen, lohnt es sehr, sich die Vorteile einer regelmäßigen Praxis glasklar vor Augen zu führen.

  1. Freundschaft mit uns selbst schließen
    Wenn wir Yoga auch als Pflege einer Freundschaft mit uns selbst verstehen, dann funktioniert diese Freundschaft genau wie die mit anderen Menschen auch: sie braucht Beständigkeit und Geduld, und ist dann unendlich wertvoll.
  2. Befreiende Denkmuster etablieren
    Meist sind es unsere negativen Glaubenssätze, die uns davon abhalten, unser volles Potenzial zu leben. Wenn wir die befreiende Wirkung von Yoga erfahren wollen, müssen wir also an unsere Glaubenssätze ran. Dazu müssen wir unser Unterbewusstsein mit ins Boot holen, denn dort sind sie verankert. Das Unterbewusstsein hat aber die Eigenschaft, sehr träge auf Veränderungen zu reagieren. Wenn wir es aber liebevoll und regelmäßig in eine neue Richtung weisen, dann wird es sich bewegen. Dann werden sich auch neue Denkmuster etablieren und auf neuronaler Ebene entstehen neue Verbindungen, die „plötzlich“ 😉 eine anhaltende Zufriedenheit möglich machen.
  3. Geringeres Verletzungsrisiko
    Verletzungen im Yoga passieren immer dann, wenn der Körper für eine bestimmte Bewegung nicht bereit war. Um das zu verhindern müssen wir wissen, was unser Körper kann und was (noch) nicht. Nur eine regelmäßige Praxis versetzt uns in die Lage, jederzeit zu wissen, wie es unserem Körper gerade geht.

Die Vorteile einer regelmäßigen Yoga-Praxis dürften also klar sein, und es gibt noch viele mehr als die hier genannten.

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Doch obwohl die Vorteile klar sind, stellen wir vielleicht trotzdem nach einigen Monaten, vielleicht Jahren, fest: Diese dauerhafte Zufriedenheit, die wertvollen Beziehungen, dieses Leuchten von innen heraus, das will sich nicht so recht einstellen. Wirkt Yoga also vielleicht doch nicht?

An dieser Stelle lohnt es sich, inne zu halten und unsere Yoga-Praxis mit einem radikal ehrlichen Blick zu betrachten.Vielleicht kommen wir dann zu der Erkenntnis, dass unsere Praxis eben doch nicht so regelmäßig war. Der Besuch im Studio ist schon öfter mal ausgefallen und auch die Sonne haben wir am Morgen eher aus dem Bett heraus gegrüßt als von der Matte, wie wir es uns eigentlich vorgenommen hatten.

Warum ist das so? Warum vernachlässigen wir, was wir für uns bereits als gut und sinnvoll erkannt hatten? Oft begehen wir den Fehler, nur mit dem Kopf bei der Sache zu sein und wir vergessen, dass wir aber auch, und sogar in erster Linie, emotionale Wesen sind. Deshalb hier meine

3 Tipps, wie du dir eine regelmäßige Yoga-Praxis aufbaust:

  1. Stell die Freude ins Zentrum deiner Praxis
    Egal, ob du ein verrücktes Asana übst oder stundenlang meditierst, lade immer auch die Freude ein, dabei zu sein. Das heißt nicht, dass sich immer alles „happy“ anfühlen muss, aber wenn du grundsätzlich keine Freude empfindest, wirst du logischerweise kein Interesse daran haben, dran zu bleiben. Richte dich also innerlich auf Freude aus! Wie du das machst? Zum Beispiel indem du dein eigenes Mantra erfindest mit dem Wort Freude im Zentrum. Oder indem du vermehrt die Asanas übst, die dir besondere Freude bereiten. Lerne, die kleinem Dinge des Lebens zu schätzen. Drehe negative Glaubenssätze in positive um. Suche immer wieder die Stille auf. Fördere dich selbst, aber überfordere dich nicht.
  2. Mach es dir leicht
    Ein Yoga-Studio zu besuchen ist gut, aber regelmäßige Besuche kosten Geld und auch Zeit, weil du erst hinfahren musst und dich nach dem dortigen Stundenplan richten musst. Eine regelmäßige Praxis sollte so einfach wie nur irgendwie möglich zugänglich sein. Am einfachsten zugänglich ist eine Matte zuhause, die dort immer an der gleichen Stelle ausgerollt liegt und sich auch über einen dreißigminütigen Besuch von dir freut. Es müssen nicht immer 90 Minuten sein.
  3. Inspiration ist der Schlüssel
    Ohne Inspiration wird Yoga schnell zu Gymnastik. Deshalb verwende einen guten Teil deiner „Yoga-Zeit“ damit, interessante Bücher zu lesen oder Interviews von Yogis anzuschauen, die dich beeindrucken. Für deine konkrete Praxis zuhause kannst du dir Inspiration aus Online-Yoga-Videos holen. Sie leiten dich durch deine Praxis und du kannst die Art von Yoga üben, die gerade für dich richtig ist. Einen kleinen Tipp dazu findest du im Infokasten.

Wenn du also Freude, Leichtigkeit und Inspiration kultivierst, dann wirst du die Vorteile einer regelmäßigen Yoga-Praxis schon bald genießen und Yoga kann sich mit seiner vollen Kraft in deinem Leben entfalten.

Infos

21DaysOfOm

21 Days of OmUm einen Einstieg in deine regelmäßige Yoga-Praxis zu bekommen, starten auf www.yogamehome.org am 1. November 2016 bereits zum dritten Mal die 21 Day of Om. Das bedeutet, alle TeilnehmerInnen gehen 21 Tage hintereinander mit den Videos von YogaMeHome auf die Matte – kein Wenn und kein Aber. Das Schöne daran ist, dass dabei ein tolles Gruppengefühl entsteht. Denn auch wenn du daheim allein auf die Matte gehst, ist es sehr wahrscheinlich, dass genau zur gleichen Zeit irgendwo in Österreich, Deutschland oder der Schweiz ein anderer Teilnehmer der 21DaysOfOm gerade das Gleiche macht. Wenn du noch nie bei YogaMeHome angemeldet warst, kannst du in dieser Zeit alle Videos kostenlos nutzen. Verwende dazu bei deiner Anmeldung einfach den Gutscheincode „21Days“.

Autor

Portrait Philipp StrohmPhilipp Strohm ist Yogalehrer und Gründer des Online-Yoga-Studios YogaMeHome.org. Er lebt und unterrichtet in Wien.

 

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