Warum schamanische Reisen die Yogapraxis ergänzen können: über die fast in Vergessenheit geratene Kommunikation mit den Spirits und heilsame Begegnungen mit der geistigen Welt.
Eine tiefe Höhle in hellem Felsgestein, verwunschen anmutend am Rande eines Waldes gelegen, beherbergte bis vor wenigen Jahrzehnten das älteste bisher gefundene bewegliche Kunstwerk der Welt, den Löwenmenschen. Diese kleine Statuette ist ein uralter stummer Zeuge schamanischer Rituale – und der Wurzeln unserer Kultur. Wer diese Höhle in der Schwäbischen Alb unweit von Ulm besucht und weiß, dass an diesem Ort früher Menschen lebten, ihre Familien versorgten und ihre Rituale feierten, kann sich gut vorstellen, dass das Überleben zu diesen Zeiten nicht immer leicht war. Harte Witterungsbedingungen, gefährliche Tiere, die Abhängigkeit vom Jagdglück – all das sind Dinge, über die wir uns heute meist keine Gedanken mehr machen müssen. Und doch ist auch unser Leben, in dem vieles so bequem und einfach geworden ist, keine endlose Gute-Laune-Party. Während früher die Fragen des physischen Überlebens auf den Menschen lasteten, so scheinen es heute eher Fragen des seelischen Überlebens zu sein. Wie kommen wir in einer Welt zurecht, die allzu oft von Entfremdung geprägt ist? In einer Welt, die uns nicht mehr automatisch mit einem Gefühl der Zugehörigkeit versorgt?