Über das Wesen von Heilung und seine Facetten – und über die Entstehung von Krankheit auf den verschiedenen Ebenen des menschlichen Seins.
Heilung – ein verheißungsvoller Begriff mit einer weitreichenden und tiefgehenden Bedeutung. Spätestens dann, wenn der Mensch unter Schmerzen oder anderen Beschwerden leidet, ja, wenn er gar um sein Leben bangen muss, dreht sich sein Wünschen und Hoffen sehnlich um die so erleichternde, rettende Heilung – jedenfalls das der meisten Menschen; einige von absolutem Gleichmut durchdrungene Erleuchtete mögen Ausnahmen darstellen.
Doch was bedeutet Heilung? Der auf den ersten Blick recht klar erscheinende Begriff kann durchaus unterschiedlich verstanden werden, umfasst er doch mehrere verschiedene Bedeutungsinhalte. Diesen kommt man auf die Spur, wenn man sich fragt, was denn eigentlich „heil sein“ ist – denn „Heilung“ bezeichnet schließlich die (Wieder-)Herstellung ebendieses Zustands des Heilseins. Heil zu sein ist nicht immer exakt gleichbedeutend mit gesund sein, und so muss auch Heilung nicht notwendigerweise immer Gesundwerden bedeuten. Wir können uns dazu ein Beispiel in Erinnerung rufen, das viele aus der Kindheit kennen oder bei ihren eigenen Kindern anwenden: Wenn ein kleines Kind hingefallen ist, pustet die Mutter als erste Maßnahme behutsam auf das in Mitleidenschaft gezogene Knie, den Ellbogen etc., und vielleicht flüstert sie dabei auch: „Heile, heile!“ Die S