Wir alle haben Sehnsucht danach, mit dem Göttlichen zu verschmelzen. Wie aber sieht Bhakti-Yoga in der täglichen Praxis aus? Wir haben einige Bhakti-Yogis gefragt
YOGA AKTUELL: Was bedeutet Bhakti-Yoga für Sie persönlich?
Sukadev Bretz: Bhakti-Yoga ist der Yoga der Hingabe, der Gottesverehrung. Für mich heißt das, alle Handlungen Gott zu widmen, um Gottes Führung zu bitten und davon auszugehen, dass hinter allem ein göttlicher Wille und göttlicher Sinn steht.
Petros Haffenrichter: Singen, Tanzen, Berühren, Kochen, Atmen … also In-der-Welt-Sein als Anerkennen göttlicher Führung und Fügung. Dies zu erfahren und sich darin zu üben, in emotionaler (also nicht geistig entrückter) Verbundenheit mit dem Göttlichen ohne Erwartung zu weilen.
Mark Whitwell: Wir kommunizieren miteinander und mit der gesamten Natur von Herz zu Herz. Liebe und Hingabe sind natürlich, anstrengungslos, inspiriert – wir empfangen, um zu geben, und geben, um zu empfangen; es ist ein ewiger Kreislauf, wie eine spiralförmige, schöpferische, nährende Quelle – das Herz. Das Herz ist die Quelle des Körpers und des Geistes. Dort entspringen alle Gegensätze, und dort verschmelzen sie wieder. Das Blühen des Herzens zu genießen, ist Bhakti. Indem man an der Vereinigung aller Gegensätze teilhat, erkennt man die Quelle der Gegensätze. Dies ist die Methode der Bhakti. Es ist der praktische W