Die Macht des Geldes scheint allgegenwärtig. Tatsächlich aber gibt es Menschen, die freiwillig ohne einen Cent leben. Vier von ihnen berichten aus einem Leben jenseits von Überfluss und Konsumwahn.
„Money makes the world go round!“, „Ohne Moos nix los!“ – „Nichts ist umsonst!“ … Stimmt das wirklich? Pia und Tobi brauchen kein Geld. Die jungen Aktivisten haben sich bewusst
für ein Leben ohne den schnöden Mammon entschieden. Mit ihrem Netzwerk „living utopia“ treten sie für eine Welt ein, die auf einem solidarischen Zusammenleben statt auf gegenseitiger Ausbeutung beruht. „Der Mangel an gesellschaftlichem Miteinander, die Zerstörung unseres Planeten, Herrschaftsstrukturen und Ausbeutung von Lebewesen sind nur einige Gründe für unseren Lebensentwurf“, erklären die beiden.
Geldfrei zu leben, bedeutet für sie vor allem auch Freiheit. Statt sich dem Diktat der Lohnarbeit zu unterwerfen, gestalten die Vorreiter ihr Leben nach dem Prinzip der Eigenverantwortung. Einen typischen Arbeitsalltag gibt es dabei nicht, jeder Tag ist anders. Genug zu tun haben sie trotzdem. Im Rahmen von „living utopia“ organisieren sie Workshops, Seminare, Aktionen oder Mitmach-Kongresse wie „utopival“. Zudem nutzen sie ihre Zeit zur freien Weiterbildung oder besuchen Konferenzen und Veranstaltungen. Das (Über-)Lebensnotwendige holen sie sich dabei aus der Überflussgesellschaft, nach der Devise, Vorhandenes sinnvoll zu nutzen: „Circa 50 %