Ein Interview mit der Ärztin & spirituellen Lehrerin Pyar Troll über  Krankheitssymptome als Beginn der Heilung, den Umgang mit Schuld und Krankheit und die Kunst, aus dem Leben einen bunten Blumenstrauß zu binden. Wieso stirbt eine heterosexuelle 30-jährige Mutter von zwei Kindern, die unwissenderweise an eine HIV-infizierte Blutkonserve angeschlossen wurde, an AIDS und wieso steckt sich ein homosexueller 40Jähriger nicht an, der zahlreichen Geschlechtsverkehr ohne Kondom hatte? Warum ist ein achtjähriges Mädchen aus Bremen anfällig für Schnupfen und Magenverstimmungen und ein Mädchen gleichen Alters aus Mannheim mit einer unverwüstlichen Konstitution ausgestattet? Warum stirbt ein sympathischer junger Mensch, der von allen geliebt wird, qualvoll an Krebs und ein Despot, der seine Frau schlägt und im Berufsleben viele Feinde hat, fällt von einem Moment auf den anderen tot um? Fragen über das körperliche Leiden eines Menschen gibt es viele. Wie aber steht es mit den Antworten? Oberflächlich betrachtet gibt es viele Erklärungsmodelle und betrachtet man die heutige Esoterik-Szene, scheint es von einer leichten Erkältung bis hin zu einer unheilbaren Krebserkrankung im Endstadium sogar auf alles eine Antwort zu geben. Für Pyar Troll, eine Ärztin und spirituelle Lehrerin hingegen ist ein Mensch viel zu komplex, als eine Erkrankung vorschnell mit unreflektierten Spekulationen abzutun. Denn durch solch kausale Begründungen können schnell Schuldgefühle in einem Betroffenen entstehen und ihm das Gefühl vermitteln, falsch gelebt zu haben – und schlimmstenfalls falsch zu sterben. Für die pragmatisch denkende Münchnerin geht es vielmehr darum, den Menschen als etwas Einmaliges zu betrachten, jemanden, der am Ende seines Lebens ein Kunstwerk abzuliefern hat. Doris Iding: Wie definieren Sie den Begriff Gesundheit? Pyar Troll: Die WHO hat hierzu eine negative Definition: Gesundheit ist die Freiheit von Schmerz, Gebrechen und Leiden. Ich selbst würde das Wort Gesundheit auch als Freiheit definieren: Der Mensch ist gesund, wenn er keine Schmerzen hat, keine Einschränkungen […]

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Doris Iding
Doris leitet Seminare, Fort- und Ausbildungen zum Thema Yoga, Meditation und Achtsamkeit. Nach dem Motto „Alles was ist, darf sein. Es gibt kein Richtig und Falsch, sondern immer nur die eigene subjektive Erfahrung des gegenwärtigen Moments“ ist es ihr sowohl in ihren Kursen als auch in ihren Artikeln und Büchern ein großes Anliegen, den Menschen zu vermitteln, dass es in der Praxis um Selbsterkenntnis geht, nicht aber um Selbstoptimierung. Begegnen wir uns also mit viel Selbstmitgefühl, Wohlwollen und Geduld, wird das Leben leichter und die Achtsamkeits- und Meditationspraxis erfüllender. 18 ihrer Bücher wurden in andere Sprachen übersetzt.