Johannes Baumgartner reiste mit 17 Jahren nach Indien, wo er mit der indischen Spiritualität in Kontakt kam. Er lebte viele Jahre dort und kochte in Klöstern. Heute wohnt er mit seiner Familie in der Schweiz und gibt Kochkurse zum Thema „vedische & ayurvedische Kochkunst“.
Internet: www.johannesbaumgartner.com
Buchtipps:
Johannes Baumgartner: Kochen für Krishna, Hans-Nietsch-Verlag 2013
INTERVIEW
Du nennst deine Art zu kochen „vedische Kochkunst“. Was genau verstehst du darunter?
Ayurveda und Veda haben denselben Ursprung. „Ayur“ bedeutet „langes Leben“. Veda wird übersetzt mit „die Weisheit“. Vedisches Kochen steht symbolisch für „Kochen mit Weisheit“. Ayurveda bezieht sich stark darauf, dass Körper und Geist in Harmonie kommen und der Körper gut funktionieren kann. Der vedische Teil bezieht sich auf die Nahrung mit einem höheren Ziel. Hier steht im Vordergrund, dass sie so rein ist, dass sie unser Bewusstsein fördert, um am Ende Gott kennenzulernen. Auf dieser Basis ist es möglich, leicht spirituelle Fortschritte zu machen.
Bezieht sich diese Reinheit auf bestimmte Lebensmittel?
Ayurveda passt sich an und unterteilt die Lebensmittel in verschiedene Rubriken. Er kann auch Menschen unterstützen, die Fleisch essen. Die sattvische Ernährung hingegen ist strikter. In ihr wird ohne Fisch, Fleisch, Knoblauch, Zwiebeln und Essig gekocht. Die vedische Kochkunst hat rein sattvische Zutaten. Kein Essig, kein Knoblauch.
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