Eine profunde Erfahrung der Verbundenheit: Meditation über den Atem, der alles eint
Alles, was lebendig ist, atmet. In allem, was lebt, geschieht der Atem. Etwas in der Tiefe eines jeden Lebewesens sorgt dafür, dass jederzeit und unter allen Umständen Atmung geschieht. Wir werden geatmet. Auch wir Menschen atmen die meiste Zeit unseres Lebens, ohne etwas davon zur Kenntnis zu nehmen. Wir merken nicht, wie sich unser Atem immer wieder auf das Feinste an das anpasst, was wir gerade tun, denken, fühlen, erfahren oder woran wir uns erinnern. Wir merken nicht, wie der Atem in uns eintritt und wie er uns wieder verlässt. Oft merken wir sogar nicht einmal, wenn der Atem sich verspannt oder stockt, wenn wir die Luft anhalten oder plötzlich schneller oder unruhiger atmen. Wir merken nicht, wie uns jedes Einatmen nährt und wie jedes Ausatmen das mit sich nimmt, was wir nicht mehr brauchen.
Wir verschwenden in der Regel keinen Gedanken daran, wo der Atem, der uns nährt, herkommt und wo der Atem, der uns verlässt, hingeht. Nur wenn mal die Luft ganz schlecht ist oder wenn wir das Empfinden haben, dass die Luft, die wir einatmen sollen, verbraucht, verschmutzt, belastet oder „dick“ ist, fällt uns etwas auf.
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