Der renommierte Yogalehrer Carlos Pomeda ist intensiv mit der Bhagavad-Gita vertraut. Im Gespräch mit YOGA AKTUELL erläutert er die zentralen Lehren der wichtigen yogischen Schrift und widerlegt damit einige gängige Interpretationen.
Carlos Pomeda ist ein international bekannter Yogalehrer, der die philosophischen Lehren Indiens tief durchdrungen hat. Der gebürtige Spanier lebte lange Zeit in Indien, u.a. neun Jahre lang im Siddha-Yoga-Ashram bei Swami Muktananda und Gurumayi Chidvilasananda, und war 18 Jahre lang Mönch des Sarasvati-Ordens. Heute ist er mit seiner Frau in Texas ansässig, gibt jedoch weltweit Workshops. Pomeda hat einen Mastertitel in Sanskrit von der UC Berkeley und einen Master in Religionswissenschaften von der UC Santa Barbara. Kürzlich brachte er die 6-teilige DVD-Reihe „The Wisdom of Yoga“ heraus. YOGA AKTUELL sprach mit ihm über die zeitlosen oder vielleicht sogar in unseren Tagen besonders relevanten Lehren der Bhagavad-Gita.
YOGA AKTUELL: Die Bhagavad-Gita gehört zu den bekanntesten philosophischen Texten überhaupt. Wann ist sie entstanden?
Carlos Pomeda: Der Text entstand wahrscheinlich im Verlauf eines größeren Zeitraums und wurde zunächst mündlich überliefert. Die meisten Gelehrten datieren ihn auf das dritte bis zweite Jahrhundert
v. Chr. Die Gita ist also ziemlich alt, und doch ist sie zugleich in ihren Lehren modern und hat für uns heute immer noch B