Von echtem Pils und fliegenden Hexen: über sehr gefährliche Zauberpflanzen, die mit
den eigenen Schattenseiten konfrontieren.
Bei unseren Vorfahren hatten die Nachtschattengewächse einen hohen kulturellen Stellenwert. Im kelto-germanischen Sprachraum waren Magie und Rausch ein wichtiger Teil der Spiritualität. Die Verbindung mit Kristallen, Göttern, Pflanzen und Tieren und das Feiern im Wald, dem „heiligen Hain“, waren die Grundlage des Heidentums. „Mutter Erde“ und die aus ihrem Leib hervorsprießende Pflanzenwelt wurden zutiefst verehrt. Ihre Dämonisierung, vor allem die der Rauschpflanzen, war daher ein wichtiges Instrument der Christianisierung. Daraus resultieren eindeutige Namen z.B. für Atropa bella-donna: Teufelsbeere, Teufelskirsche, Höllenkraut, Satansbeere etc.
Unter den Rauschpflanzen gehören jene der Nachtschattengewächsfamilie zu den gefährlichsten. Unter ihnen befinden sich viele echte Halluzinogene. Sie sind in ihrer Wirkung sehr unberechenbar und können bei Überdosierungen zum Tode führen.
Echte Halluzinationen unterscheiden sich gravierend von psychedelischen Erfahrungen. Die Einnahme dieser Pflanzen kann zu einem teilweisen oder völligen Realitätsverlust mit allen Konsequenzen führen. Das bedeutet, keine Ahnung mehr zu haben, wer man ist, wo man sich befindet und wer mit einem das Ritual teilt. Wir raten deshalb niemandem, sich diesen Substanzen ohne einen erfahrenen Reiseführer zu nähern. Da es in unseren Breiten solche qualifizierten Fachkräfte (Hexen, Zauberer, Alchimisten) aufgrund eines beinahe 300-jährigen Ethnozids durch die I