Es ist an der Zeit, die Chakras aus der Schublade mit dem Etikett „esoterischer Krimskrams” zu ziehen, sie abzustauben und genauer anzusehen. Neue Modelle und Konzepte zeigen, wie relevant dieses System für das westliche Leben ist.
Jeder, der sich mit Spiritualität und Yoga beschäftigt, stößt früher oder später auf die Chakras, also das fernöstliche Konzept der sieben (oder mehr, je nach Tradition) Energiezentren des Menschen. Es ist aber gar nicht so leicht, dazu tiefergehende Informationen zu finden, weil dieses System in der westlichen Kultur oft verflacht und kommerzialisiert wird. Esoterik-Shops und Heiler verkaufen Kristalle, ätherische Ölmischungen und Sinnsprüche in Regenbogenfarben, um die Chakras zu „öffnen“. Dagegen ist erst einmal nichts einzuwenden, aber oft verniedlicht und verflacht es diese große, alte Lehre der Selbsterkenntnis gar zu sehr. Ein bisschen ist es so, als würde man das gesamte Neue Testament mitsamt seinen historischen Hintergründen, philosophischen Konzepten und tiefschürfenden Weisheiten auf ein paar Jesus-Zitate und Weihnachtsdekorationen reduzieren.