Yoga zur gezielten Beeinflussung des Hormonsspiegels, z.B. mit dem Ziel eines harmonischen Erlebens der Wechseljahre, ist immer mehr im Trend. Wir haben uns gründlich für Sie informiert.
Es ist Sonntagmorgen in einer Münchner Yogaschule. Sieben Frauen zwischen 30 und 50 Jahren sind versammelt, um den zweiten Teil eines Wochenend-Workshops in Hormonyoga zu absolvieren. Sie sitzen hier, weil sie mit speziellen Übungen etwas für ihr Hormonsystem tun wollen. Eingangs werden Neuigkeiten ausgetauscht. Petra, eine Teilnehmerin, hat heute Nacht Ihre Regelblutung bekommen. Und das einige Tage früher als erwartet. „Es ist gut möglich,“ sagt die Yogalehrerin Brigitta Kraus, „dass mit der intensiven Bhastrika-Atmung die Gebärmutterschleimhaut zum Abbau angeregt wurde. Das kann am Anfang mal passieren, aber grundsätzlich normalisiert Hormonyoga den Zyklus.“
Die jüngeren Frauen in der Gruppe wollen mit Hilfe von Hormonyoga Zyklusprobleme und prämenstruelles Syndrom in den Griff bekommen oder sogar schwanger werden. Allen anderen hoffen, die unangenehmen Symptome der Wechseljahre wie Hitzewallungen, Schlafprobleme, depressive Verstimmung, Trockenheit der Schleimhäute und Gelenkbeschwerden zu lindern oder gar zum Verschwinden zu bringen. Viele Jahre waren Hormonpräparate das Allheilmittel für all diese Frauenleiden. Heute jedoch suchen immer mehr Frauen nach Alternativen, nachdem wissenschaftliche Studien die massiven Gesundheits-Risiken der Hormonersatztherapie aufgedeckt haben. Schon Anfang der neunziger Jahre h