Einführung in die Meditationspraxis, Teil 5: Atemachtsamkeit als Weg in die Meditation.
Viele von uns spüren den Wunsch, im Alltag achtsamer zu werden, denn wir hören und lesen immer öfter, dass Achtsamkeit ein ganz wesentlicher Faktor für unsere Stressbewältigung und unsere Gesunderhaltung ist. In der Praxis zeigt sich jedoch schnell, dass die Einübung dieser Achtsamkeit und Präsenz ein umfängliches und anspruchsvolles Trainingsprogramm ist. Da wir nicht von klein auf geübt haben, achtsam wahrzunehmen und dann auch irgendwann einfach nur achtsam zu sein, müssen wir ganz von vorn beginnen, diese Fähigkeit zu erlernen. Das größte Hindernis, das schnell deutlich wird, ist die Neigung unseres Geistes, im Alltag eher unaufmerksam und abgelenkt zu sein. Dieser Umstand ist allen Achtsamkeitslehrern seit jeher bekannt, weswegen sie immer wieder darauf hinweisen, dass wir für diese Form der Geistesschulung Ausdauer und viel Geduld brauchen.
Um den Geist zu schulen, wurde im Buddhismus mit der Atemachtsamkeit schon vor gut 2500 Jahren ein Übungsprogramm entwickelt, das wir einerseits in Ruhe im Retreat oder zu Hause einüben können, und andererseits auch in jedem sich bietenden Zeitfenster im Alltag anwenden können.
Atemachtsamkeit entwickeln heißt zu lernen, unseren Atem zu beobachten, ohne ihn in irgendeiner Weise zu beeinflussen. Das ist jedoch leichter gesagt als g