Achtsam mit den eigenen Aussagen als Yogalehrerin oder Yogalehrer zu sein, ist von grundlegender Wichtigkeit. Warum unbedachte oder spekulative Äußerungen oft problematisch sind.
Eine kleine Anekdote zu Beginn: Ein Yogi kam nach einer vierwöchigen intensiven Ausbildung aus Indien zurück. Die dortige Yogaschule hatte unter anderem auch Kriyas (Reinigungstechniken) durchgeführt und thematisch mit starken Emotionen gearbeitet. Wieder in Deutschland, klagte der Yogi über heftige Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall. Ihm wurde gesagt, das seien die erwünschten Folgen der Arbeit der vergangenen vier Wochen – sein Körper entledige sich der Schlacken und toxischen Emotionen. Inzwischen ging es dem Yogi wirklich schlecht, und als er endlich einen Arzt aufsuchte, stellte dieser Würmer und andere Parasiten fest.
Nun, du hast dir beim Lesen vielleicht schon gedacht, dass es sehr naheliegend ist, bei Fernreisen auch Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts in Betracht zu ziehen, und dass es ein wenig unbesonnen ist, körperliche Symptome rein auf energetische Ursachen zu schieben. Auch wenn das Beispiel vielleicht etwas überspitzt ist, so kommt die beschriebene Dynamik in der Yogaszene gar nicht so selten vor, und vielleicht passiert dir unbewusst sogar Ähnliches. Denn es gibt sie zu Hunderten, die Bücher und Ratgeber, die beschreiben, welche Folgen Energiedefizite haben. Die darin gegebenen Erklärungen zu Ursache und Wirkung sind s