Barbara Irmer und Carmen Mager vom Weg der Mitte gem. e.V. haben sich intensiv in den Nada-Yoga vertieft. YOGA AKTUELL sprach mit ihnen über die für viele Yogis bislang ungeahnten Möglichkeiten, die dieser Zweig bietet
Wie genau definiert ihr Nada-Yoga?
Barbara: In den Schriften wird Nada-Yoga als Hinwendung zum inneren, mystischen Klang beschrieben. „Nada“ kommt von der Wortwurzel „nad“ und bedeutet „Klang“ oder „strömen“. Damit ist der Schöpfungsklang gemeint, der in der heiligen Silbe aum seinen ursprünglichsten Ausdruck findet. „Yoga“ bedeutet „verbinden, einswerden“. Nada-Yoga ist der Weg der Vereinigung der individuellen Seele mit dem kosmischen Ursprung, Brahman, über den Klang. Im Westen werden in der Regel vorbereitende Stufen des Nada-Yoga in Gruppen praktiziert, um sich der inneren Subtilität anzunähern.
Wie übt man Nada-Yoga?
Carmen: Nada-Yoga übt man u.a. durch Summen, Tönen, Kirtan-Gesang, Chanten, Rezitation der heiligen Schriften sowie Mantra-Rezitation und musikalische Praxis. Alle dies geschieht auf der Grundlage des hörbaren Klangs (ahata-nada). Hier entdecken wir die feineren Ebenen von Klang und Schwingung und lernen, diese immer differenzierter wahrzunehmen. Auch das hingebungsvolle Lauschen auf erhebende Musik, wie zum Beispiel auf klassische indische Ragas, ist als Nada-Upasana bekannt. Gleichzeitig wird die Fähigkeit des Nach-innen-Lauschens durch die meditativen Praktiken von Bhramari und Nada-Anusamdhana, wie sie in den k