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Die im Yoga-Sutra beschriebene Methode Pratyahara passt gut zur Qualität von Restorative Yoga und zu den Tendenzen der winterlichen Jahreszeit Wir surfen, twittern, chatten, skypen und downloaden rund um die Uhr und über alle Kontinente hinweg. Dabei haben wir das Gefühl, Zeit und Raum zu überlisten. Wir fühlen uns gut, merken dabei aber gar nicht, wie sehr wir unsere Sinne damit strapazieren und unseren Geist in Bewegung halten – solange, bis er oder unser Körper uns dazu zwingt, uns wieder zurückzuziehen, mit all unseren Sinnen. Dieser Sinnesrückzug ist im Yoga als „Pratyahara“ bekannt. Was genau ist Pratyahara? Pratyahara stellt im Yoga-Sutra das fünfte Glied des achtfachen Pfades dar. Manche Yogis zählen Pratyahara zu den äußeren Aspekten des Yoga, andere wiederum sehen darin eher einen inneren Aspekt. Vielleicht aber sollte man Pratyahara eher als ein Bindeglied zwischen beiden betrachten und ihn als eine Möglichkeit nutzen, von außen nach innen zu gehen. Für Pandit Dr. David Frawley stellen Pranayama und Pratyahara die Basis für eine erfolgreiche Meditation dar. Pranayama unterstützt uns darin, unsere vitalen Energien und Impulse zu beruhigen, und Pratyahara ist ein wunderbares Werkzeug, das uns hilft, unsere unruhigen Sinne zu meistern. Gerade in der heutigen Zeit, in der mehr und mehr Menschen unter Reizüberflutung leiden, ist er wohl ein fast schon notwendiges Mittel, um unseren Geist vor der vollständigen Überflutung zu retten. Das Sanskritwort „pratyahara“ (m.) bedeutet „Rückzug“. Pratyahara fordert uns auf, den Geist zur Ruhe zu bringen, indem wir auf ungesunde Nahrung, negative Eindrücke und schädliche Beziehungen verzichten. Diese sorgen normalerweise dafür, dass wir noch weniger zur Ruhe kommen und unser Geist vernebelt oder unklar bleibt. Nachzuvollziehen ist der Gedanke leicht, wenn wir uns vorstellen, wie müde und träge man sich nach dem Genuss eines Wiener Schnitzels mit Pommes Frites fühlt, wie unruhig wir schlafen, nachdem wir uns einen […]

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Doris Iding
Doris Iding ist Yoga-, Meditations- und Achtsamkeitslehrerin sowie Autorin. „Selbstbewusstsein statt Selbstoptimierung“ spielen für sie die zentrale Rolle. Sie vermittelt, wie wir spielerisch und mit einem Augenzwinkern zu uns selbst finden können, ohne uns dabei in Oberflächlichkeiten zu verlieren. 18 ihrer Bücher wurden in andere Sprachen übersetzt.

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