Ein Chakra (Sanskrit: “Rad“) ist ein Schwingungsrad, das seinen Sitz an bestimmten Punkten entlang der Wirbelsäule hat. Die Chakras befinden sich im feinstofflichen Körper, der so genannten Aura des Menschen, sind aber physiologisch mit unseren Nervengeflechten verbunden. So wie es im physischen Körper Nervenbahnen gibt, so finden wir im Energiekörper Bahnen, die als Nadis (Sanskrit) bezeichnet werden. Die Wurzel des Wortes Nadir, nad, bedeutet “Stengel“, “Klang“ oder “Schwingung“. Im Yoga werden Nadis auch als Leitungen oder Kanäle dargestellt, die auf der grobstofflichen Ebene Luft, Wasser, Blut und andere Substanzen durch den Körper befördern. Auf der feinstofflichen Ebene hingegen sind sie Kanäle für kosmische, vitale, zeugende und andere Energien sowie für Empfindungen, Bewusstsein und die geistige Aura.

Energie fließt ins uns & durch uns

Die Nadis durchziehen den Körper von den Fußsohlen bis zum Scheitel und enthalten Prana – das Elixier, das uns überhaupt erst das Leben ermöglicht. Die Stellen, in die besonders viele Nadis münden, werden als Chakren bezeichnet. Die Chakren werden nicht nur als Räder, sondern auch als Energiewirbel verstanden, die sich in ständig kreisender Bewegung befinden. Die Drehrichtung unterscheidet sich aber von Chakra zu Chakra und geht mal rechts, mal links herum. Dreht sich ein Chakra nicht oder weist es eher eine stark elliptische Drehung auf, so ist seine Energie gestört. Je nach Stärke wirkt sich die Störung auf das körperliche, emotionale oder spirituelle Leben eines Menschen aus. Liegt zum Beispiel beim Wurzelchakra eine Störung vor, so kann der Mensch große Schwierigkeiten mit materiellen Dingen wie Geld oder Arbeit haben. Ist hingegen sein Kehlkopfchakra blockiert, wird wahrscheinlich ein mangelnder Selbstausdruck des Menschen vorliegen. Man kann die Chakras mit Antennen vergleichen, die Radiowellen auffangen und diese über ein Radio in Klang verwandeln. Die Chakras empfangen Schwingungen aus dem Kosmos und aus der Umwelt und verteilen sie über den ganzen Körper in den Nadis. Liegt bei einem bestimmten Chakra eine Störung vor, so ist es, als würde der Empfänger, also der Mensch, einen bestimmten Radiosender nicht wirklich klar empfangen können.

Einige heilige Schriften sprechen von bis zu 88.000 Chakras. Die Upanishaden gehen von sieben Hauptchakras aus. Bis auf das Kronenchakra sind sie von unten nach oben, vom Steißbein bis zum Scheitelpunkt auf dem Kopf entlang der Wirbelsäule angesiedelt. Entsprechend ihrer Lage beeinflussen sie die Funktion der Organe und Drüsen und unsere Gefühle. Je höher wir vom Steißbein zum Kopf gehen, desto feinstofflicher wird das Schwingungsniveau der einzelnen Chakras. Die unteren drei  sind der Sitz für die körperlich-emotionalen Energien. Die drei obersten Chakras werden dem geistig-spirituellen Bewusstsein zugeordnet. Das Herzchakra bildet den Mittelpunkt des Chakrasystems und verbindet die drei unteren physisch-emotionalen mit den drei oberen geistig-spirituellen Zentren. Die Chakras dienen als Tranformationszentren, in denen die aufgenommene Energie des jeweiligen Chakras gesammelt, umgewandelt und für körperliche, seelische und geistige Prozesse zur Verfügung gestellt wird.

 

Mit den Chakras arbeiten

Die Arbeit mit den Chakras wirkt sich folgendermaßen auf dein körperliches und seelisches Wohlbefinden sowie auf unser spirituelles Wachstum aus:

Auswirkungen auf das körperliche Wohlempfinden
•    Aktivierung des Stoffwechsel
•    Stärkung des körpereigenen Abwehrsystems
•    Harmonisierung des Kreislaufs
•    Entgiftung der Organe
•    Verbesserung der Durchblutung
•    Erhöhung der Sauerstoffaufnahme

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Auswirkungen auf das emotionale Wohlempfinden
•    Abbau von Ängsten
•    Erhellung der Gemütsstimmung
•    Herabsenkung depressiver Verstimmung
•    Entspannung von Stress
•    Erhöhung der emotionalen Ausgeglichenheit
•    Herabsenkung von Resignation und Machtlosigkeit

Auswirkungen auf das spirituelle Wachstum
•    geistige Klarheit wird gefördert
•    die Verbindung mit der eigenen Intuition wird verbessert
•    der Blick für das Wesentliche wird geschärft
•    die Wahrnehmung der feinstofflichen Ebenen wird verbessert
•    das Gefühl von Einheit entsteht
•    die Verbindung mit dem Göttlichen ist möglich

 

Übersicht: Die Chakras

ChakrasMuladhara- oder Wurzelchakra

Sitz:
unteres Ende der Wirbel-säule; zwischen Anus und Genitalien

Grundprinzip/zentrale Themen:
Lebenswille, Überleben, Urvertrauen

Körperliche Zuordnung:
Anus, Mastdarm, Dickdarm, männliche Fortpflanzungsorgane, Prostata

Körperliche Störungen:
Impotenz, Prostataprobleme, Frauenleiden

Seelische Störungen:
Existenzielle Ängste, Mangel an Vertrauen, Orientierungslosigkeit

Element:
Erde

Farbe:

Rot

Mantra:

LAM

Sinn:
Riechen

Aromatherapie:
Zeder und Gewürznelke

 

 

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Doris Iding
Doris leitet Seminare, Fort- und Ausbildungen zum Thema Yoga, Meditation und Achtsamkeit. Nach dem Motto „Alles was ist, darf sein. Es gibt kein Richtig und Falsch, sondern immer nur die eigene subjektive Erfahrung des gegenwärtigen Moments“ ist es ihr sowohl in ihren Kursen als auch in ihren Artikeln und Büchern ein großes Anliegen, den Menschen zu vermitteln, dass es in der Praxis um Selbsterkenntnis geht, nicht aber um Selbstoptimierung. Begegnen wir uns also mit viel Selbstmitgefühl, Wohlwollen und Geduld, wird das Leben leichter und die Achtsamkeits- und Meditationspraxis erfüllender. 18 ihrer Bücher wurden in andere Sprachen übersetzt.

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