Die eigentliche Bedeutung von Yoga rutscht immer wieder – und in den letzten Jahrzehnten vielleicht auch immer mehr – aus unserem Bewusstsein. Dabei ist sie stets präsent und jederzeit mit uns.
Yoga als Business
Die Kommerzialisierung des Yoga in den letzten zwei Jahrzehnten zeigt schon jetzt ihre Folgen. Yoga ist zu einem Business geworden wie jedes andere. Nach der Ausbildung zum Yogalehrer oder zur Yogalehrerin gilt es, das investierte Geld möglichst schnell wieder hereinzubekommen. Man hat vielleicht noch seinen alten Job und übernimmt „nebenher“ Yogakurse an Volkshochschulen, in Fitnesscentern, in Physiotherapiepraxen oder in einem eigenen angemieteten Raum. Man baut sich Druck auf, sich möglichst bald selbstständig zu machen, und ist dabei ohnehin bereits halb im Burn-out: von seiner bisherigen beruflichen Tätigkeit, der Versorgung der Familie, vielleicht den Streitigkeiten in der Partnerschaft, emotionalen Achterbahnfahrten, finanziellen Sorgen, Ärger mit „Konkurrenten auf dem Markt“ und so weiter. Das mag ein wenig überzeichnet klingen, doch in meinen Seminaren habe ich solche Geschichten leider schon zigfach gehört. Was hat das mit einer wirklichen Berufung zur Yogalehrerin oder zum Yogalehrer zu tun? Es ist tatsächlich sehr weit davon entfernt.
Es gilt sich im Yoga wieder zurückzubesinnen auf die traditionellen Werte und Ideale. Ein Yogapraktizierender sucht sich einen Meister, lernt v