Der Übungsweg – Inhalte, Grundbegriffe und Lektionen aus dem zweiten Kapitel.
Ein Yogi hatte sich von der Welt in eine Höhle zurückgezogen, um zu meditieren und Moksha, die Befreiung aus dem Kreislauf von Tod und Wiedergeburt, zu erreichen. Er besaß nur noch zwei Lendentücher: eines zum Tragen und eines zum Wechseln.
Eines Tages riss ihn ein leises Knabbern aus seiner Meditation. Eine Maus nagte an seinem zweiten Lendentuch. Der Yogi versuchte, das Geräusch zu ignorieren, doch die Sorge, das Tuch könnte zerstört werden, ließ ihn nicht los. Er beschloss, sich eine Katze aus dem Dorf zu holen.
Die Katze erledigte ihren Job, doch am nächsten Morgen hatte sie Hunger und miaute lautstark. Das Miauen störte den Yogi so sehr, dass er wieder ins Dorf ging. Er wollte eine Kuh holen, um die Katze mit Milch füttern zu können. Weil aber auch die Kuh versorgt werden musste, bat er außerdem eine Frau, sich in seiner Höhle um die Katze und die Kuh zu kümmern. Die Frau war ein Segen. Sie versorgte nämlich nicht nur die Tiere gut, sondern auch den Yogi – und die vielen Kinder, die sie gemeinsam bekamen.1
Hätte Patanjali dem Yogi einen Rat geben können, dann hätte er vermutlich gesagt: „Wenn du deine Gedanken, d