Die Gottheit Indra im System der Vedischen Seher. Die enge Verbindung von Erleuchtung des Denkgeistes und Sublimierung der Lebensenergie.
In Anknüpfung an die vorangegangene Folge über die Maruts als die höheren Gedanken-Energien kommen wir nun zu Indra, dem wir im Laufe dieser Serie schon öfters begegnet sind. Indra ist wohl jene Vedische Gottheit, die von den Sehern am meisten in einer mythologischen Sprache beschrieben und angesprochen wird. Viele der an ihn gerichteten Hymnen mögen uns deshalb archaisch und befremdend erscheinen. Was sollen wir überhaupt unter einem Gott verstehen, der uns als eigenartige Wundertaten vollbringender Held und Drachentöter entgegentritt? Das trifft umso mehr zu, wenn wir keinen Schlüssel zum psychologisch-spirituellen Denksystem der alten Eingeweihten besitzen und daher viele esoterische Hinweise im Text selbst übersehen. Auch sollten wir unsere Sicht nicht durch zu viele Assoziationen mit dem Indra der späteren Puranas beeinflussen lassen, in deren Schriften ein Paradigmenwechsel stattgefunden hat, und Indra eine viel geringere Rolle spielt. Dort wird er z.B. immer wieder aus seiner Himmelswelt von den Anti-Göttern vertrieben. Im Veda ist Indra selbst dagegen der unbesiegbare Überwinder aller destruktiven Mächte des Unbewussten.
Indra als die Gottheit des Göttlichen Geistes und seine Verbindung zum Denkgeist des Menschen
In „The Secret of the Veda“ d