Der Wellnessmarkt hat einen neuen Kunden – den Mann. Erst vor einigen Jahren haben Männer begonnen, Behandlungen in Wellnesshotels für sich selbst zu buchen. Tendenz steigend. Fitness und Massagen mögen sie am liebsten
Mann und Frau sitzen im Bademantel auf der Terrasse. Blick auf den Scharmützelsee. Sein Gesicht leuchtet rot. „Wie war die Relaxbehandlung for men?“, fragt die Frau. „War eigentlich eine Gesichtbehandlung“, sagt der Mann.
Relaxbehandlung for men, Business-Quickie oder Manager-Wohlfühlstunden – so heißen Wellness-Behandlungen für Männer. Hinter den Namen, die vor allem die Fantasie des Mannes anregen, verbergen sich klassische Gesichtsbehandlungen oder Massagen. „Um die Umsätze zu steigern, fingen vor ein paar Jahren einige Hotels mit „Pseudo-Männerwellness“ an“, sagt Peter Hoeck-Domig. „Dann gab es neben dem Kleopatra-Bad plötzlich ein Cäsar-Bad oder Adonis-Packungen, die mit Kosmetikserien für Frauen durchgeführt wurden“, sagt der Hoteldirektor des „Esplanade Resort & Spa“.
Immer mehr Männer interessieren sich für Wellness, belegen die Buchungszahlen der Wellnessagentur „beauty24“ und „Wellness-Hotels-Deutschland“: Im Jahr 2005 kamen 37 Prozent der Buchungen von Männern, das entspricht einer Steigerung von 9,5 Prozent zum Vorjahr. Die Nachfrage für gesundheitsorientierte Anwendungen, die auch als Präventivmaßnahmen von den Krankenkassen bezuschusst werden können, hat sich von 2001 bis 2005 um das Sechsfache erhöht. „Als wir vor f