Ein Luftschloss im Kopf zu bauen, ist eine wunderbare Möglichkeit, der eigenen Kreativität Ausdruck zu verleihen! Aber das Umsetzen in die Realität, ist eine Kunst – beziehungsweise bei all den Ablenkungen, denen wir heutzutage ausgesetzt sind, wohl eher eine Meisterleistung.
So kannst du deine Wünsche wahr werden lassen
Wenn wir unsere Vision realisieren wollen, müssen wir ein Ziel definieren. Das ist ein wichtiger, erster Schritt. Mit der Umsetzung anzufangen, ist ein zweiter, wichtiger Schritt. Das ganze Projekt nicht aus den Augen zu verlieren, ist ein dritter, wichtiger Schritt.
Um bei all den Schritten mit den eigenen Ressourcen richtig zu haushalten, ist es wichtig zu wissen, was für ein Typ man ist. Überlege dir deshalb einmal, wie du gestrickt bist, wenn es um dein Durchhaltevermögen geht? Bist du eher ein Sprintertyp oder eher eine Marathonläuferin? Hast du einen langen Atem oder geht dir schon nach kurzer Zeit die Luft aus, wenn du etwas machst?
Bleibst du auch dann noch dran, wenn sich dir erste Hindernisse in den Weg stellen? Oder wirfst du bereits nach der ersten Absage die Flinte ins Korn? Fängst du ein Projekt erst gar nicht an, wenn du weißt, dass du dich mindestens drei Jahre lang auf eine Sache konzentrieren musst?
Gerade in der heutigen Zeit, in der unsere Konzentrationsfähigkeit so rapide abnimmt, ist es für viele Menschen immer schwieriger geworden, eine Sache konstant zu verfolgen und Projekte zu Ende zu führen. Mal ehrlich gesagt: Wenn Videos im Internet mittlerweile so angelegt sind, dass man davon ausgeht, dass die Konzentrationsspanne der Zuschauer nach 3 bis 7 Minuten abnimmt, wird es immer schwieriger, Menschen dafür zu begeistern, sich auf etwas einzulassen, was Monate oder Jahre dauern kann.
Rückschläge gehören zum Leben dazu!
Weißt du, was der Unterschied zwischen einem Meister und einem normalen Menschen ist? Der Meister steht einmal mehr auf, als dass er liegen bliebt. Das macht ihn zu etwas Besonderem. Meister gehen davon aus, dass ihr Wille unerschöpflich ist, egal, was passieren wird. Sie wissen, dass Rückschläge Teil des Weges sind und dass sie einfach zum Weg dazugehören. Menschen, die Rückschläge nicht persönlich nehmen, haben es leichter im Leben. Sie lassen sich nicht schnell demotivieren und machen sich auch nicht abhängig davon, ob andere an sie glauben oder nicht. Sie glauben an sich selbst und an ihre Vision. Und das ist die Hauptsache!
Meisterschaft zu erlangen, ist heute eine große Aufgabe! Denn in der heutigen Zeit sind wir so vielen Ablenkungen ausgesetzt, dass es manchmal schier unmöglich erscheint, sich kontinuierlich auf das zu konzentrieren, was man ins Leben bringen möchte. Wichtig ist, nie dein Ziel aus den Augen zu verlieren! Egal, wie viele Rückschläge und Hindernisse sich dir auch in den Weg stellen!
Die folgenden Übungen möchten dich darin unterstützen, gute Rahmenbedingungen für dein Vorhaben zu schaffen. Mit dieser Übung bist du mitten in der Yogapraxis. Auf dem achtstufigen Pfad des Patanjali ist die Konzentration ein sehr wichtiger Aspekt. Erst dann, wenn es uns gelingt, dass wir uns konzentrieren und wir es schaffen, unseren Geist so auszurichten, dass Subjekt und Objekt eins sind, werden wir Samadhi erfahren. Im übertragenen Sinne bedeutet dies, dass wir uns auch vollkommen auf unser Ziel konzentrieren müssen, um ans Ziel unseres Vorhabens zu kommen.
Übung Nummer 1: Ausrichten und Rahmen setzen
Die Ablenkungsmöglichkeiten sind so zahlreich wie die Sterne am Himmel: Einkommende Mailnachrichten, der plötzlich auftauchende Wunsch ein Getränk aus dem Kühlschrank holen zu müssen oder das Bedürfnis, noch schnell eine E-Mail zu schreiben oder zu lesen. All dies sind nur ein paar der unzähligen Ablenkungen, die es dir schwer machen können, dich kurzfristig auf etwas zu konzentrieren. Und langfristig können sie dir sogar so sehr zu Energiefressern werden, dass sie dich von deinem Ziel wegbringen können.
Was genau war dein Ziel?! Solltest du es noch nicht definiert haben, dann nutz den Moment und schreib es dir so detailliert wie möglich auf. In einem zweiten Schritt notier dir einen möglichst genauen Zeitplan. Und im dritten Schritt geht es darum, deine Umgebung so zu gestalten, dass du Ablenkungen so weit wie möglich eliminierst oder zumindest aus deinem unmittelbaren Blickfeld verbannst. Je weiter du die Ablenkungen entfernst, desto konsequenter wirst du bei der Sache bleiben.
Wenn du zum Beispiel für deine Yogalehrerprüfung lernen oder du deine Steuer machen möchtest, dann leg dein Handy und alle anderen elektronischen Spielzeuge beiseite. Leg dein Handy am besten in einen anderen Raum und stell dir einen Timer auf 20 oder 30 Minuten, um dich ganz deiner Aufgabe zu widmen. In diesem Zeitfenster konzentrierst du dich ausschließlich auf das, was du erledigen möchtest.
Wenn du deine Ernährung umstellen möchtest, dann verbanne alle Süßigkeiten und all das, was dich davon abhält. Kauf dir frisches Obst anstelle von Schokolade. Bereite dir einen Obstteller für den Fall einer Heißhunger-Attacke vor.
Schau, wie du dich fühlst, wenn du dir deine Umgebung so einrichtest, dass es wenige Reize gibt, die dich verführen können. Buddhistisch gesprochen: Richte dir deinen eigenen Zen-Do, deinen eigenen Zen-Tempel, ein. Dieser ist rein und auf das Wesentliche reduziert. Achte auch darauf, dass der Ort, an dem du arbeitest, sauber ist, so dass du eine möglichst reine und gute Energie hast.
Mach darüber hinaus jedes Mal, bevor du mit der Arbeit beginnst, eine kleine Meditation, in der du deinen Geist ausrichtest und dich auf das konzentrierst, was zu tun ist. Verbinde dich dabei mit deinem Atem und nutze ihn als Anker. Besonders hilfreich ist er dann in solchen Momenten, in denen du die Tendenz hast, zum Handy zu greifen oder aufzuspringen, um dir eine Tafel Schokolade zu holen.
Mach dir bewusst: Je länger es dir gelingt, die Finger vom Handy, der Schokolade, der Zigarette oder dem Wein zu lassen, desto näher wirst du deinem Ziel kommen. Bedenke dabei immer wieder die 7-Minuten-Regel. Wenn du den Drang verspürst, auf dein Handy zu schauen, dass sage dir, dass du in sieben Minuten darauf schauen wirst. Nutze diese sieben Minuten dann, um dich weiter in deine Arbeit zu vertiefen. Nach sieben Minuten kann es gut sein, dass du vergessen hast, dass du dein Smartphone checken wolltest. Auch der Wunsch nach Schokolade kann mit einem Male verschwunden sein.
Wenn du bemerkst, dass diese 7-Minuten-Regel dein Durchhaltevermögen stärkt, etabliere diese Technik gerne verstärkt in deinem Alltag. Sie wird dir dabei helfen, wieder mehr zu dir selbst zu kommen. Sie wird dir dabei helfen, nicht länger so fremdgesteuert und fixiert auf äußere Reize zu reagieren.
Zeitlimits und strukturierte Pläne können dir maßgeblich dabei helfen, deine Pläne umzusetzen. Denke immer daran: Je detaillierter du bei der Umsetzung deiner Ziele bist, desto näher kommst du deinem Ziel.