Egal ob als Yogalehrer oder Yogaschüler, ob als Ayurvedatherapeut oder als Mutter: Selbstfürsorge braucht jeder von uns. Was genau sie ausmacht und wie du sie in dein Leben integrieren kannst, erfährst du hier.

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Selbstfürsorge ist die Basis für ein gelungenes Leben. Wenn wir nicht für uns sorgen, wer dann? Selbstfürsorge gelingt nur durch uns selbst und sie ermöglicht uns, dass wir alles andere mit Freude und Energie erleben können.

Selbstfürsorge bedeutet, ein Leben in Balance zu führen und die verschiedenen Lebensbereiche – Gesundheit, Beruf, Liebe, Finanzen, Hobbies, Selbsterkenntnis – in einem ausgeglichenen Maße zu leben. Es bedeutet, ein erfülltes Leben zu führen. Es bedeutet, die eigenen Bedürfnisse kennenzulernen und diese entsprechend zu vertreten, ohne dabei zum Egoisten zu werden.

Achtsamkeit kann dich darin unterstützen, diese Balance herzustellen oder sie wiederzugewinnen, falls du sie für einen anderen Menschen aufgegeben hast oder bislang nicht die Gelegenheit hattest, dieses Gleichgewicht herzustellen. Alle sechs Aspekte sind wichtig, denn achten wir nur auf einen oder zwei dieser Bereiche, laufen wir Gefahr, irgendwann auszubrennen oder uns zu verlieren.

Gesundheit – unsere Basis

Gesundheit ist die Basis für ein glückliches Leben. Ohne sie sind wir begrenzt, mit ihr ist alles möglich. Die WHO definiert Gesundheit als einen „Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit und Gebrechen“. Sie betrachtet Gesundheit als etwas Ganzheitliches. Diese Aussage kann uns als eine Orientierung dienen. Sie fordert uns auf, im Alltag immer wieder innezuhalten und in uns hineinzuhören, wie es uns gerade geht. Sie fordert uns auch auf, ein Bewusstsein für unsere Ernährung und für unsere Bewegung zu entwickeln. Achtsam auf die Bedürfnisse zu hören, macht es uns möglich, die oft so feinen Signale wahrzunehmen, und viel wichtiger noch: sie ernst zu nehmen!

Achte darauf, was du isst und wie du isst. Mach dir die Achtsamkeit zu Nutze. Hör auf deinen Körper und tu dir selbst etwas Gutes. Verwöhne nicht nur immer die anderen, sondern auch mal dich selbst.

Wie genau dein Verhältnis zu deiner Gesundheit ist, kannst du erkennen, wenn du dir folgende Fragen beantwortest:

  • Wie wichtig ist dir deine Gesundheit?
  • Was tust du für deine Gesundheit?
  • Was könntest du verändern, damit du dich gesünder fühlst?
  • Wie kann dich Achtsamkeit/Meditation darin unterstützen, dass du mehr auf deine Gesundheit achtest?

Beruf – dein Beitrag in der Welt

Was ist es, was uns wirklich glücklich macht? Zu lange glaubten wir, die Antwort zu kennen: ein Beruf, der uns Anerkennung und ein volles Bankkonto beschert, ein großes Auto und ein Eigenheim ermöglicht. Dieser Antwort glauben wir bis zu dem Moment, in dem wir ausbrennen und merken, dass beruflicher Erfolg alleine uns nicht glücklich macht. Das Wort Beruf bezeichnet erst einmal lediglich eine Tätigkeit, die wir dauerhaft ausüben, um damit unseren Lebensunterhalt zu verdienen. Wie heißt es so schön: Wir leben nicht um zu arbeiten, sondern wir arbeiten um zu leben!

Der Beruf kann jedoch noch eine weitere Facette beinhalten: Wenn wir unseren Bedürfnissen folgen, kann aus dem Beruf eine Berufung werden, die unser einzigartiges Wesen zum Ausdruck bringt! Denn so, wie jeder Mensch etwas Besonderes ist und einen ganz besonderen Lebensweg hat, so kann auch jeder Mensch im Idealfall zu seiner Berufung finden und diese leben.

Wahre Berufung beginnt dort, wo Bequemlichkeit aufhört. Sie fordert uns auf, zu träumen, zu wagen, zu handeln. Nur dann können wir unserer Berufung folgen. Nur so können wir innerlich wachsen und im besten Fall sogar erwachsen werden.

Jeder Tag eignet sich dafür, innezuhalten und der inneren Stimme zu lauschen, die dir sagt, was deine eigene Arbeit mit dir zu tun hat – und wo deine eigentliche Bestimmung liegt. Eine solche Selbstreflexion erhält deine Gesundheit sowie die Freude an deiner Arbeit und erhöht deine Leistungsfähigkeit. Gefragt sind hier Achtsamkeit, Bewusstheit und Wahrhaftigkeit. Wenn du auf sie hörst, können deine inneren Stimmen zum Erfolgsteam werden und dafür sorgen, dass du beruflich wieder für etwas brennst, statt vielleicht irgendwann auszubrennen!

Wie genau dein Verhältnis zu deinem Beruf ist, kannst du erkennen, wenn du dir folgende Fragen beantwortest:

  • Lebst du deine Berufung?
  • Füllt dein Beruf dich aus?
  • Was ist notwendig, damit du deinen Beruf erfolgreich ausüben kannst?
  • Was bräuchtest du, damit du deiner Berufung folgen kannst?
  • Wie kann dich Achtsamkeit/Meditation unterstützen?

Du siehst, dass Selbstfürsorge also viel mehr bedeutet, als dir ab und zu eine gute Massage geben zu lassen oder dich für ein paar Tage dem Alltag zu entziehen. Selbstfürsorge ist umfassend und betrifft das ganze Leben.

Die folgende angeleitete Meditation kann dir dabei hilfreich sein, die Selbstfürsorge als eine Basis für ein gelungenes Leben zu kultivieren.

 

In 2 Teil zur Selbstfürsorge kannst du nächste Woche überprüfen, wie dein Verhältnis zu den anderen Bereichen in deinem Leben ist.Anzeige

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Doris Iding
Doris Iding ist Ethnologin, Yoga-, Meditations- und Achtsamkeitslehrerin sowie Autorin mit Schwerpunkt Integration östlicher Heilverfahren in den Westen und bewusstseinsverändernde Techniken. Ihr besonderes Interesse gilt der Vermittlung eines neuen Bewusstseins, bei dem der Mensch nicht mehr dogmatisch an alten Traditionen und Lehren festhält, sondern sich dafür öffnet, dass alles miteinander verbunden ist. In ihren Artikeln und Seminaren vermittelt sie auf leichte und spielerische Weise, wie wir entspannt, achtsam und wohlwollend zu uns selbst finden können. Vierzehn ihrer Bücher wurden in andere Sprachen übersetzt.