Wesen, Wirken und Weisheit des indischen Heiligen Ramana Maharshi – Teil 1 einer neuen Reihe.
Es gibt kein größeres Geheimnis als dieses: Obwohl wir selbst die Wirklichkeit sind, streben wir danach, die Wirklichkeit zu erlangen.
Unsere wahre Natur ist die Befreiung. Aber wir stellen uns vor, dass wir gebunden sind. Deshalb bemühen wir uns sehr, frei zu werden, während wir doch die ganze Zeit frei sind.
Wir werden überrascht sein, dass wir krampfhaft versucht haben, etwas zu erreichen, was wir schon immer waren und immer sind.
(aus: After the Rain: Silent Encounters with Sri Ramana Maharshi)
„Shri Ramanas Gedanken sind schön zu lesen. Es ist reinstes Indien, das uns darin entgegentritt, mit seinem Hauch der weltentrückten und -entrückenden Ewigkeit, ein Lied der Jahrtausende, und, wie der Gesang der Grillen in der Sommernacht, aus Millionen Wesen wiedertönend“,1 schrieb Carl Gustav Jung, nachdem er sich in die Lehren von Ramana Maharshi vertieft hatte. Und auch wenn Jung bei seiner Indienreise Ramana keinen Besuch abstattete – der Schweizer Tiefenpsychologe ahnte, dass eine Begegnung mit Ramana seine Sicht auf die Welt und auf den Menschen zutiefst erschüttern würde – war er sich dessen herausragender spiritueller Größe bewusst: „In Indien ist er der weißeste Punkt in einer weißen Fläche.“2
Wohl kaum ein anderer i