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Kundalini ReAlign – Teil 3

„Happy Inner Family“ – der Einklang unserer inneren Räume, und welche Rolle der Kopf in diesem kohärenten Gefüge spielt: eine Praxis für Klarheit und Intuition.

In den neo-tantrischen Traditionen wird das Verhältnis von Körper und Geist mit Pferd und Reiter verglichen. Der Körper gleicht dem Pferd – kraftvoll, lebendig, voller Energie. Der Kopf ist der Reiter – er gibt Orientierung, hält das Ziel im Blick und lenkt die Bewegung. Doch wahre Meisterschaft entsteht nicht, wenn der Reiter das Pferd zu stark zügelt und seine Lebendigkeit einschränkt. Ebenso wenig, wenn das Pferd ungebändigt davonstürmt und den Reiter abwirft. Erst wenn beide einander vertrauen und in Einklang sind, entfaltet sich ihre volle Kraft.

Übertragen auf die Kundalini-ReAlign-Praxis bedeutet das: Wir brauchen den Kopf, um dem Becken Richtung zu geben. Und wir brauchen Becken, Bauch und Herz, um den Kopf daran zu erinnern, dass Struktur nicht gleichbedeutend mit Starre ist. Zwischen Klarheit und Spontanität entsteht jener Tanz, der uns aus dem Automatismus zurück in die Lebendigkeit führt.

Der Kopf als Schwelle ins Unbekannte

Der Kopf ist nicht nur Strukturgeber, sondern auch Tor zum Unbekannten. Wenn wir uns bewusst aus der Kontrolle des Reiters lösen und in den Raum des Nicht-Wissens eintreten, öffnet sich eine innere Weite, für die e

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Mitgefühl entwickeln

Auch auf der Yogamatte können wir Karuna (Mitgefühl) für das alltägliche Leben pflegen – diese Sequenz mit vorausgehender Metta-Praxis ist bewusst darauf ausgerichtet.

In einer Zeit unglaublich schnell voranschreitender Entwicklungen, neuer Technologien, fortschreitender Digitalisierung und der Globalisierung mit all ihren Auswirkungen auf die ganze Welt und auf uns als Individuum sollten wir uns daran erinnern, wie wichtig es ist, durch unsere Praxis Mitgefühl zu kultivieren. Denn wir üben auf der Yogamatte für unser alltägliches Leben, und der Dalai Lama bringt es deutlich zum Ausdruck: „Die Grundlage des Weltfriedens ist Mitgefühl.“

Mitgefühl ist die Fähigkeit, das Empfinden anderer durch das eigene Fühlen zu begleiten (Resonanz). Mitgefühl ist anteilnehmendes Fühlen. Es ist eine soziale Kompetenz und Teil unserer emotionalen Intelligenz. Ein aufrichtiges „Wie geht es dir?“, aktives Zuhören, wenn dir jemand sein Herz ausschüttet, ohne den Impuls, zu bewerten oder sofort mit einer Lösung helfen zu wollen, oder ein „Ich fühle mit dir“ sind kleine Beispiele für Mitgefühl im Alltag – und besonders unterstützend in Zeiten der Not.

Mit der folgenden Asana-Sequenz trainieren wir unseren Geist – wie den physischen Körper beim Muskelaufbau – dafür, unserer Umwelt in verschiedenen Situationen möglichst mitfühlend begegnen zu können. Aus Mitgefühl erwächst Engagement. Denn es reicht natürlich nicht immer aus, mitzufühlen, sondern e

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Erleuchtungserfahrungen

Als Moses auf dem Gottesberg Horeb die kosmische Gestalt Gottes in Form eines flammenden, brennenden Dornbusches erblickte, verhüllte er sein Gesicht, denn er fürchtete sich, in Gottes Antlitz zu schauen. Er wird seine guten Gründe dafür gehabt haben. Als Arjuna in der Bhagavad-Gita auf seiner Heldenreise in einer inneren Vision die kosmische Gestalt Gottes (Krishnas) erblickte, fürchtete auch er sich. Er zitterte vor Erschrecken, Verzückung und Erregung zugleich. Denn Krishna offenbarte ihm nicht nur seine liebliche, lichtvolle Deva-Gestalt, sondern auch seinen zerstörenden Aspekt: „Der Rachen der Unendlichkeit, der Kosmen kreisend Glutenmeer, in das ich abzustürzen droh, macht mir die Sinne schwinden, Herr.“ (Bhagavad-Gita 11, 25)

Als Robert Oppenheimer, der Baumeister der Atombombe, die kosmische Gestalt Gottes in Form der ersten Atomexplosion erblickte, empfand er eine Mischung aus Erleichterung, Stolz und Besorgnis. Nach der Explosion soll ihm ein Zitat aus der Bhagavad-Gita durch den Kopf gegangen sein: „Jetzt bin ich der Tod geworden, der Zerstörer der Welten.“ Auch er verhüllte, ähnlich wie Moses, seine Augen, um vom Atomblitz, der so hell erstrahlte wie das Licht von zehntausend Sonnen, nicht zu erblinden.

Moses und Arjuna waren, jeder auf seine Weise, in die Mysterienwege der Metaphysik eingeweiht. Sie erlebten ihre Visionen nicht auf der physischen Ebene mit ihren Sinnesaugen, sondern mit ihrem inneren, dem „Dritten Auge“, dem Auge reiner Wesensschau. Ihre Erfahrung diente einer tiefgreifenden spirituellen, seelischen Entwicklung. Sie machten eine Erleuchtungserfahrung im Sinne, dass ihnen einleuchtete, wer sie in ihrem Wesen wirklich sind.

Oppenheimer war Naturwissenschaftler mit spirituellen Interessen und brennenden Fragen zu den Geheimnissen der Schöpfung. Er studierte die Bhagavad-Gita auf Sanskrit. Er war in die Mysterienwege der Atomphysik eingeweiht. Als Atomphysiker hatte er sich dafür entschieden, den empirischen Weg zu gehen. Dieser Weg nutzt das Instrument des Verstandes und will sich damit dem zentralen Kern, dem Geheimnis der Schöpfung nähern bzw. es erforschen. Der Verstand ist jedoch ein Wahrnehmungs- und Ausdrucksinstrument der Dualität, der Welt des Werdens, der veränderlichen Welt der Erscheinungen. Deshalb kann er das unveränderliche Sein, also das, was jenseits der phänomenischen Welt des Werdens ist, niemals erfassen, ohne an der Schwelle dahin vernichtet zu werden. Denn zum Sein kann man nicht werden – man kann nur identisch mit ihm sein.

Der attributlose Urgrund des Seins wird von den Weisen (Rshis) Indiens als Brahman – das Absolute – bezeichnet. Wenn sich der Verstand diesem im Geiste der Weisheit annähern möchte, sind die beiden Begriffe Neti Neti das Letzte, was ihm bleibt, bevor er den denkenden Löffel abgeben muss. Neti Neti bedeutet Nicht dies, Nicht dies. Damit wird der relativen Welt der Erscheinung (Maya) die absolute Wirklichkeit aberkannt. Erst durch diese Unterscheidungskraft vermag der yogische Mensch seine innere „Kernschmelze“ zu erleben, indem er, in der großen Stille samadhisch verschmelzend, mit seinem Wesenskern (Gott, Brahman, Atman) identisch bzw. eins ist. Er kehrt zurück nach Hause, zurück ins Heim – in seine wahre Wirklichkeit. Dies muss nicht spektakulär sein. Im Gegenteil: Die Spektakel der Welt gelangen hier an ihr natürliches Ende, damit sich das „Einfache“ ein für alle Mal und ohne ein Zweites enthüllen kann.

Im Gegensatz zur samadhisch friedlichen Kernschmelze im strahlenden Lichte der Erleuchtung gelingt dem empirischen Verstand bei Annäherung an den (Atom)-Kern, der bildlich dem Atman entspricht, nur die Spaltung, die Kernspaltung, denn er will gemäß seiner Natur verstehen, was im Kern drin ist. Da sich im Kern jedoch Gott bzw. das reine, nicht-verstehbare (Neti Neti) und unsichtbare Brahman befindet, wird durch den Vorgang der Kernspaltung das EINE mit seiner ganzen Macht in der Welt der Erscheinungen (Vielheit) entfesselt. Dies führt zur explosiven Zerstörung und Auflösung derselben. Man könnte auch sagen: zu einer erzwungenen, alles verschlingenden und alles atomar verstrahlenden „Zwangserleuchtung“, zu einem Pralaya (Auflösung), einem Weltenbrand, dem alles, was sich bis dahin nicht freiwillig im inneren Lichte der Erleuchtung selbst erkennen wollte, zum (Brand)-Opfer fällt. „Die Welten all` versinken so im glühenden Meer der Ewigkeit; das ganze All durchflammt Dein Licht – alles
entwird in seiner Glut.“
  (Bhagavad-Gita 11, 30)

„Oppen-heim-ers“ Schicksal war es, die Tür zum „Heim“ zu „oppnen“, zu „öffnen“. Da er dies mit empirischen Mitteln auf exoterische Art und Weise gewaltsam tut, zwingt er das große „Ge-heim-nis“ der Schöpfung sich auf einer Ebene zu offenbaren, die, entsprechend der Schöpfungsgesetze, unweigerlich eine Zerstörung derselben zur Folge hat. Er und zahlreiche andere daran beteiligte Menschen hätten gut daran getan, diesen Prozess nach innen zu nehmen. Einfach in der Stille. Als Kernfusion der Liebe – ohne viel Tamtam.

Yin Yoga bei innerer Unruhe

In dieser Sequenz liegt der Fokus auf den Meridianen von Leber, Dickdarm, Herz und Nieren, die man aus Sicht der TCM fokussiert, um das Thema Unruhe zu behandeln

Viele Menschen kommen durch den Yang-Überschuss in unserem modernen Leben kaum noch in eine tiefe Ruhe und finden sich in einer ständigen Anspannung wieder.

Unruhe kann viele Ursachen haben. Unter manchen Umständen ist sie vollkommen normal, zum Beispiel vor einer Prüfung oder in anderen Situationen, die uns unter Druck setzen und innerlich anspannen. Auch Faktoren wie zu viel Koffein, Zucker oder Alkohol können innere Unruhe verstärken. Häufig entsteht sie jedoch durch anhaltenden Stress über einen längeren Zeitraum. Das Nervensystem gerät dabei in einen Zustand dauerhafter Überreizung und findet nur noch schwer in eine tiefe Entspannung zurück. Viele Menschen leben heute in einem Umfeld aus permanenter Erreichbarkeit und Reizüberflutung. Unser natürlicher Lebensrhythmus verschiebt sich dadurch oft in ein Übermaß an Yang-Energie.

Hinzu kommen emotionale Belastungen wie ungelöste Konflikte, Sorgen, Ängste, ein hoher innerer Leistungsdruck, Schlafmangel oder traumatische Erfahrungen, die Unruhe begünstigen können. Darüber hinaus kann es körperliche Ursachen geben, wie eine Schilddrüsenüberfunktion. Viele Frauen erleben auch während der Wechseljahre plötzlich eine Form von Unruhe, die sie zuvor nicht kannten. Unruhe kann sich als dauerhafte Anspannung im K

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Außen OM, innen OM-je?

Von der Selbstoptimierung zu einer spirituellen Praxis, die uns im Innen ganz werden lässt und zu einem nachhaltigen Wandel in der heutigen Welt beiträgt

Vielleicht kennst du das. Du praktizierst auf der Yogamatte oder auf dem Meditationskissen, es tut dir gut. Du fühlst dich danach ausgeglichener, energetisch aufgeladen, bereit für den Tag. Aber innerhalb kürzester Zeit ist nicht mehr viel von der Wirkung übrig. Überforderung ist an der Tagesordnung, Kleinigkeiten bringen dich aus der Ruhe. Die Halbwertszeit deiner Praxis ist gering, und du bist mit Gedanken beschäftigt wie: Praktiziere ich das Richtige? Praktiziere ich genug? Vielleicht sollte ich statt Yogini lieber Buddhistin werden.

Selten sind die Formen der Praxis das Pro blem. Viel öfter die Haltung, mit der wir ihr begegnen. Es sind Überzeugungen, wie zum Beispiel, dass Spiritualität etwas sei, das uns von allen Pro blemen befreien und die Mängel, die der Geist in unserem Menschsein sieht, ausmerzen sollte. Oder dass spirituelle Praxis nur in absoluter Ruhe, in einem geschlossenen Raum stattfinden kann. Diese Ideen rahmen Spiritualität zu etwas Begrenzendem – zu etwas, das Teile des Lebens abtrennt oder abwertet. Und dadurch beschneiden wir ihre Wirkkraft erheblich.

Was stimmt nicht mit mir?

Die Gründe, warum wir uns Yoga und Spiritualität zuwenden, sind unterschiedlich. W

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Ahnenheilung in der vedischen Tradition

Pitru Paksha: Die Verbindung mit den Ahnen als heilsame Praxis

Ahnenheilung ist ein Thema, das auch im Westen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die Epigenetik findet heute Worte für das, was in vielen spirituellen Traditionen seit Jahrtausenden lebendig ist: dass Erfahrungen, Traumata und Prägungen nicht mit einem einzelnen Leben enden, sondern sich wie feine Fäden durch Generationen hindurchziehen. Auch Trauma-Experten wie Thomas Hübl, Mark Wolynn oder Sabine Lück widmen sich verstärkt den Spuren, die unsere Ahnen in uns hinterlassen haben. Oft tragen wir Muster in uns, die nicht allein aus unserem eigenen Leben stammen, und doch in uns weiterwirken, bis sie erkannt und geheilt werden.

Auch in Indien ist die Verbundenheit mit den Ahnen seit Jahrtausenden lebendig. Dort begegnete ich dem Fest Pitru Paksha1, einer stillen und zugleich kraftvollen Phase im Jahreskreis, die den Herbst-Navaratri, den neun Nächten der göttlichen Mutter, vorausgeht.

Bewusste Verbindung mit den Vorfahren

Pitru Paksha, auch als Shraddha bezeichnet, ist eine sechzehntägige Phase im hinduistischen Mondkalender, die meist in die Monate September oder Oktober fällt und den Ahnen, den verstorbenen Mitgliedern unserer Familie, gewidmet ist. In dieser Zeit rückt die bewusste Verbindung zu unseren Vorfahren in den Mittelpunkt. Es geht darum, Dankbarkeit auszudrücken, die so genannten „Ahnen-Schulden" symbolisch zu begleichen und die Verstorbenen a

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Deutschland auf den Zahn gefühlt

Warum ist Deutschland so zerrissen und tut sich so schwer, seine Identität zu finden? Eine Spurensuche nach der Urwunde in der deutschen Seele, und nach der Kraft, die sie zu heilen vermag

Fühlen wir Deutschland auf den Zahn, so zeigt sich ein krankes Land. Es leidet an einer psychischen Störung, die ich „ger-manisch-depressiv“ nenne, einer bipolaren Störung des Volkskörpers. Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt, dazwischen kaum Grautöne. Einmal schon wurde die Spaltung sichtbar, als sich das Land in Ost und West teilte, und sie ist in Form der „Brandmauer“ zurückgekehrt, denn was nicht gründlich gekaut, verdaut, integriert und geheilt wird, muss immerzu wiederkehren. Die Voraussetzung für eine bipolare Störung ist der Verlust von Identität.

Was aber ist Identität in Wahrheit? Die Upanishaden antworten klar. Wahre Identität ist keine Eigenschaft, kein Merkmal und keine Zugehörigkeit, sondern reines Sein. Tat tvam asi, lehrt die Chandogya-Upanishad, „Das bist du“. Das Selbst (Atman) ist mit dem Urgrund allen Seins (Brahman) identisch und bleibt durch alle Zustände gleich. Dies bezeugt die Sprache, denn „Identität“ stammt vom lateinischen idem, „derselbe“. Alles andere – der Körper, die Gedanken, die Geschichte, die Nation – ist wandelbar und darum nicht unser wahres Wesen. Neti neti, sagen die Weisen, nicht dies, nicht das.

Wahre Identität muss folglich nicht hergestellt werden, sie ist. Wer sie jedoch zugeschüttet hat, muss sich eine künstliche erschaffen, eine Vorstellung von Identität. Vorstellungen neigen zur Übersteigerung. Und gerne werden sie über Idealisierung zu Ideologien hochstilisiert. Der Vedanta nennt diesen Vorgang Adhyasa, Überlagerung. Wie im Dämmerlicht eine Schlange auf ein Seil projiziert wird, so wird dem vergänglichen Selbstbild die Überhöhung des Absoluten zugesprochen. Eine solche Vorstellung ist ontologisch leer und deshalb energetisch teuer. Sie muss unablässig aufgepumpt werden, mit Größe, Mission und Sendungsbewusstsein. Das ist die manische Phase. Und weil die Wirklichkeit stärker ist als jede Projektion, bricht diese irgendwann unweigerlich zusammen, in Scham, Erstarrung und Schwere. Das ist die depressive Phase. Die Mitte aber, die das Helle sehen könnte, ohne sich aufzublähen, und das Dunkle, ohne darin zu versinken, bleibt unbewohnt. Manie und Depression sind zwei Masken derselben Unwissenheit (Avidya).

Die Zähne des Ich-Machers

Das Werkzeug der falschen Identität heißt im Vedanta Ahamkara, wörtlich der „Ich-Macher“. Er produziert am laufenden Band Identitäten, indem er sich in die Welt „verbeißt“. In was man sich verbeißt, zu dem wird man, und was man wegbeißt, das wird man in der Negativform ebenso. Dies ist das ewige Geheimnis. Im Bisswerkzeug der Zähne speichert sich somit die Ich-Identität des Menschen. Im Klang des Wortes „I-denti-tät“ lassen sich – ganz unwissenschaftlich – das lateinische dens und das Sanskritwort danta herausschmecken, der Zahn. So liegen im selben Wort das Wahre und das Falsche übereinander, die Identität, die man ist, und – als dicker Zahnbelag – die „Denti-tät“, die man sich erbissen hat. Dass die Zähne die härteste Substanz des Körpers sind, härter als Knochen, und als Einzige die Verwesung überdauern, macht sie zum somatischen Archiv des Ich: Der Forensiker liest aus ihnen die bürgerliche Identität, weil sich in ihnen die Ahamkara-Signatur buchstäblich kristallisiert hat.

Die karmische Ernte

Die griechische Mythologie liefert zum Zahn-Wesen ein Bild: Kadmos tötet den Drachen des Ares (Mars) und sät dessen Zähne in die Erde. Was aus den Drachenzähnen aufwächst, sind die Spartoi, die „Gesäten“: bewaffnete Männer, die übereinander herfallen und sich gegenseitig niedermetzeln. Aus gesäten Zähnen wächst Bruderkrieg. Wo (falsche) Identität aus dem Reiß- und Beißprinzip gestiftet wird, ist die Selbstzerfleischung des Kollektivs keine tragische Ausnahme, sondern die karmische Ernte.

Auch der Name der „Ger-manen“ birgt eine solche Waffensignatur. Ger ist das althochdeutsche Wort für den Speer. „Ger-Manen“ wären demnach die Speer-Männer, ein Kollektiv, dessen Identität sich am Bild der Waffe formte. Die Nibelungensage hat diese Signatur in einer einzigen Szene verdichtet. Es ist Hagen von Tronje, der das strahlende Siegfried-Prinzip mit dem Ger durchbohrt, an seiner einzig verwundbaren Stelle zwischen den Schulterblättern, auf der Höhe des Herzens. „Hagen“ verkörpert das kalte, sich in alles „ein-hakende“, und alles Ganze „zer-hackende“ Verstandesprinzip, das nach dem verwundbaren, weil zur Liebe fähigen Herzen zielt. Der Speer-Mann tötet das spirituelle Herz, das als „Sieg-fried“ dem Bewusstsein des Friedens zum Sieg verhilft und damit den Zugang zum spirituellen Schatz des „Rheingolds“ ermöglicht. Verstand (Pik) sticht Herz: Dies ist die Ur-Wunde der ger-manischen Bipolarität, denn ein Kollektiv, das seinen eigenen Herzzugang immer wieder durchbohrt, verliert den Zugang zu seiner innersten Schatzkammer und kann nur noch pendeln zwischen manischem Zustoßen und depressivem Erlahmen.

Und die deutsche Geschichte ist voll von solchen Spartoi-Ernten. Diese Saat geht seit unvorstellbar langer Zeit immer wieder auf, seit den Stammeskriegen der Frühzeit, über Karls Schwerttaufe der Sachsen bis zum Dreißigjährigen Krieg, ehe 1866 die vorerst letzte aufging: der von Bismarck forcierte Bruderkrieg Preußen gegen Österreich, Deutsche gegen Deutsche, als Gründungsopfer der kommenden „Einheit“. Damit biss Otto von Bismarck als „Biss-mark“ der ohnehin labilen Identität der deutschen Lande „bis ins Mark“ und gab ihr den Rest.

Die darauffolgende Einheit wurde nach der berühmten Formel „Eisen und Blut“ erzwungen. Eisen ist das Metall des Kali-Yuga, des eisernen Zeitalters, des Mars, des (Stoß-)Zahns und Speers aus Stahl. Die Reichseinigung von 1871 war eine „Denti-tät“ im Vollsinn, nicht aus dem Mark, dem innersten Wesenskern der deutschen Seelenlande – dem Rheingold – erwachsen, sondern durch drei Kriege von außen zusammengebissen. In der Gründung des Rüstungskonzerns „Rheinmetall“ 1889, mithilfe dessen sich Deutschland heute wieder bis an die Zähne bewaffnet, wurde dann sichtbar, welche Verkehrung der untergegangene spirituelle Schatz des Rheingolds in der deutschen Seele erfahren hatte: Aus spirituellem Gold wurde Eisen. Von dort führt eine gerade Blutlinie über das Zerbrechen von 1918 in die nächste, monströseste Aufblähung 1933–1945, und aus deren Trümmern in die geteilte, bis heute schwelende Betrübnis.

Verstand (Pik) sticht Herz: Dies ist die Ur-Wunde der ger-manischen Bipolarität, denn ein Kollektiv, das seinen eigenen Herzzugang immer wieder durchbohrt, verliert den Zugang zu seiner innersten Schatzkammer und kann nur noch pendeln zwischen manischem Zustoßen und depressivem Erlahmen.

Der innerste Wesenskern der Seelenlande

Was aber geschieht, wenn ein Volk seine künstlichen Identitäten loslässt und mit seinem wirklichen Wesen eins wird? Löst es sich dann auf? Nein, im Gegenteil, erst dann kann wahre Gestalt hervortreten. Der Vedanta nennt die höchste Bestimmung des Menschen Svarupa, wörtlich die „ureigene Form“, die Form des wahren Wesens. Der göttliche Imperativ des Svarupa lautet in eine Formel gefasst: „Ich fließe in die Form, die Gott – als meinem Wesen – entspricht.“ Nicht das Ich konstruiert sich mit Zähnen und Klauen seine Identität, sondern der Mensch lässt wahre Identität auf natürliche Weise geschehen. Er lässt zu, er gibt sich hin, er wird durchlässig, damit die Brahman-Atman-Identität sich durch seine Form in der Schöpfung ausdrücken kann. Das ist der ganze Unterschied. Die falsche Identität wird gemacht, die wahre wird empfangen. Die falsche beißt sich fest, die wahre fließt.

Auch ein Volk hat eine Form, die ihm entspricht. Der innerste Wesenskern der deutschen Seelenlande hat sich immer dann offenbart, wenn Menschen dieser tiefen Sprache durchlässig wurden für das, was durch sie hindurchklingen wollte. Dann zeigte sich das Volk der „Dichter und Denker“ in seinen Mystikern, seinen Dichtern, Komponisten und Philosophen, auch in seinen frühen Naturforschern. Von Hildegard von Bingen und Meister Eckhart über Kepler, Bach, Goethe, Schelling und Hegel bis zu Edith Stein reicht die lange Ahnenreihe derer, die ihre Werke nicht aus dem Ich zusammenbissen, sondern aus dem Erinnern der spirituellen Quelle empfingen. Dieses Deutschland musste nie gegründet, ausgerufen oder mit Eisenzähnen zusammengeschmiedet werden. Es geschah von selbst, wo immer sich ein offenes Herz zur Verfügung stellte.

Der innerste Wesenskern der deutschen Seelenlande hat sich immer dann offenbart, wenn Menschen dieser tiefen Sprache durchlässig wurden für das, was durch sie hindurchklingen wollte.

Das Fernweh der Deutschen

Aus dem Verlust dieser Identität und der Sehnsucht nach Wiedererinnerung erklärt sich auch das Phänomen, warum so viele Deutsche gerne verreisen. Sie sind ein Reisevolk, als läge eine große Sehnsucht in ihnen, andere Länder, Völker und Kulturen aufzusuchen, in denen authentische Identität noch unmittelbarer gelebt und ausgedrückt wird, in Kultur und Gastfreundschaft, in der Selbstverständlichkeit des Daseins. So gesehen ist das deutsche Fernweh ein verkapptes Heimweh. Der Reisende sucht in der Fremde den Wesenskern, den er zu Hause verloren glaubt, und ahnt nicht, dass dieser die ganze Zeit in der Tiefe der eigenen Seelenlande auf seine Enthüllung wartet. So dichtete Goethe in seinem Vierzeiler „Erinnerung“:

„Willst du immer weiter schweifen?
Sieh, das Gute liegt so nah.
Lerne nur das Glück ergreifen,
Denn das Glück ist immer da.“

Das Sterben der Projektion

Wer also ins „Heile Land“, ins innerste „Geh-heim“ heimkehren und seinen Wesenskern enthüllen will, muss zuvor einen letzten Irrtum auflösen. Denn was trauert in der Depression, und was jauchzt in der Manie? Die Upanishaden sagen, das Wesen tut beides nicht. Der Atman ist Sakshin, der reine Zeuge, unberührt von dem, was er sieht. Die bipolare Kurve durchlebt allein der Ahamkara mit seinem Vorstellungskörper. Das Spiegelbild jubelt dem Spiegelbild zu, und das Spiegelbild beweint das Spiegelbild. Darin liegt der tröstliche Kern der Diagnose. Die Depression eines Kollektivs beweist nicht dessen Verdorbenheit, sondern den Bankrott seiner falschen Identität. Der Patient ist nicht das Volk. Der Patient ist das Narrativ, die Vorstellung, die das Volk sich von sich machte. Ihr Zusammenbruch ist das erste Gesundheitszeichen, denn die „Ent-Täuschung“ ist das Ende einer Täuschung und der Beginn des Erwachens. Es stirbt nur die Projektion.

Vom Zahn zum schöpferischen Werkzeug

Doch wie stirbt eine kollektive Projektion, ohne dass sich ein Volk in ihrem Untergang selbst zerfleischt? Für die Erlösung des Zahns hält die spirituelle Überlieferung Indiens ein heilsames Bild bereit: Ganesha, der elefantenköpfige Gott – wörtlich der „Herr der Scharen“ – ist das Prinzip, das die Vielheit, das Durcheinander der Welt zu einer geordneten Einheit zusammenführt. Seine Einheit ist das Gegenbild zur erzwungenen: Er löscht die Eigenart der Vielen nicht aus, sondern gibt ihnen eine gemeinsame Mitte, wobei jede Stimme ihren Klang behalten darf. Er trägt zudem den Beinamen Ekadanta, der „Einzahnige“. Als der Weise Vyasa das Mahabharata – das große Weisheitsepos der Menschheit – empfing, brauchte er einen Schreiber, der dem gewaltigen Strom der Offenbarung gewachsen war. Ganesha erklärte sich bereit. Und als seine Schreibfeder mitten im Prozess zerbrach, zögerte er nicht, sondern brach sich den eigenen Stoßzahn ab und schrieb mit ihm weiter, damit der heilige Strom nicht unterbrochen würde.

In diesem Bild ist alles enthalten, was über die Heilung der „Denti-tät“ zu sagen ist. Ganesha löst seine dualistische Stoßzahn-Identität auf und stellt sich „einzahnig“ in den Dienst von etwas Größerem, der non-dualen, überbewussten Intuition der göttlichen Gnade, die als heilige Überlieferung durch Vyasa in die Welt strömen will. Der Zahn, aus der Zweiheit gelöst und dem Stoßen entzogen, wird zum kristallinen Weisheitszahn der Offenbarung. Was einst verwundete, dient nun dem heiligen Wort, der Ger wird zum Schreibgriffel. Ganesha vollzieht damit, was die Svarupa-Formel verheißt: Er fließt hingebungsvoll in die Form, die seinem göttlichen Wesen entspricht.

Die Heilung beginnt darum nicht mit einer neuen, besseren Vorstellung von Identität, nicht damit, einen weiteren Zahn zuzulegen, sondern mit dem Loslassen aller Vorstellungen. Im spirituellen Herzen, das im Yoga Anahata heißt – der unangeschlagene Klang – schwingt ein Ton, der keinen Anschlag braucht und deshalb auch keinen Ausschlag kennt. Ein Volk, das diesen Grundton der Souveränität in seinem Herzen wiederfindet, braucht keine Höhenflüge mehr und muss keine Abstürze mehr fürchten. Auf ihm werden alle Grautöne und Zwischentöne, alle Menschlichkeit erst möglich. Wenn dann die Frage kommt, wer wir sind, bleibt jene Antwort, an der kein Zahn mehr etwas zu beißen findet, weil sie kein Prädikat, keine Herkunft und keinen Besitz enthält. Sie kommt unbeirrt aus der Tiefe des Seins und spricht: „Ich bin, der ich bin“, oder auf Bayerisch: „Mia san mia“.

Die Lösung ist bereits da!

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Vom Breakdance ins Herz des Yoga: Eddy Gonzales über seinen Weg vom B-Boy zum passionierten Yogi und Mantra-Sänger – und darüber, was ihm in einer dunklen Phase in seinem Leben geholfen hat

Eddy Gonzales erfreut die Yogaszene seit vielen Jahren mit seiner ganz besonderen Art: Er hat Humor und Tiefe. Eine schöne Mischung – besonders in Zeiten, in denen wir immer wieder versucht sind, uns in Oberflächlichkeiten zu verlieren. Mit YOGA AKTUELL sprach er über seinen Weg vom Breakdance zum Yoga, über eine schwere Phase in seinem Leben und über die Dankbarkeit für jeden einzelnen Tag.

INTERVIEW

YOGA AKTUELL: Ich freue mich sehr, dass wir beiden ein Interview miteinander machen. Du bist für deinen Humor bekannt. Und den können wir in der heutigen Zeit wirklich gut gebrauchen

Eddy Gonzales: Matthias Beck von YOGA AKTUELL hat mir erzählt, dass er ein Video von mir liebt, in dem ich Harmonium spiele. Das hat ihn immer wieder zum Lachen gebracht.

Anderen hat es auch gefallen – und das heißt, dass die Yogapraktizierenden gut damit umgehen können, dass du Dinge auch mal auf die Schippe nimmst.

Ja, ich habe viele Sachen auf die Schippe genommen – aber die Resonanz war meistens super. Humor ist oft der kürzeste Weg zu einem Menschen.

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Meet the Model

Vom Planen äußerer Räume zum Schaffen innerer Räume: Nicole Schöngart, unser Cover-Model August/September 2026, im Kurzinterview

Im Einklang mit dem Sommer

Ayurvedische Genussmomente für die warme Jahreszeit

Im Ayurveda wird der Sommer der Pitta-Energie zugeordnet. Mit steigenden Temperaturen nimmt auch das innere Feuer zu, weshalb jetzt Lebensmittel gefragt sind, die kühlen, erfrischen und ausgleichen. Die ayurvedische Ernährungslehre empfiehlt in der von Wärme und Sonne geprägten Jahreszeit vor allem saisonale Zutaten, die den Körper dabei unterstützen, in Balance zu bleiben. Dazu zählen unter anderem frisches Gemüse, sommerliche Früchte sowie kühlend wirkende Gewürze wie Koriander und Fenchel.

Ein zentrales Prinzip des Ayurveda besteht darin, sich an den Rhythmen der Natur zu orientieren. So wie sich die Jahreszeiten verändern, verändern sich auch die Bedürfnisse unseres Körpers. Eine saisonal abgestimmte Ernährung kann dazu beitragen, das innere Gleichgewicht zu bewahren und die Vitalität zu fördern.

Die folgenden Rezepte stammen aus dem Buch The Modern Taste of Ayurveda von Kristina Nowoczin. Mit ihrer modernen, alltagstauglichen Ayurveda-Küche zeigt die Autorin, wie sich die Fülle des Sommers genussvoll auf den Teller bringen lässt – frisch, aromatisch und inspiriert von den Qualitäten der Jahreszeit.

Safran-Zitronen-Carbonara

© Kristina Nowoczin

ZUTATEN (2 Portionen – optional vegan)

Carbonara auf ayurvedisch: Safran bildet hier nicht nur das geschmackliche Highlight. Er gilt im Ayurveda als „Medhya-Rasayana", als Mittel für den Geist, das positive Gefühle und mentale Klarheit fördert. Gerade in der heißen Jahreszeit, w

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Becken aufrichten – oder doch nicht?

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Der Mythos vom aufgerichteten Becken und der flachen Lendenlordose: Erkenntnisse zu einem der gängigsten Alignment-Hinweise im Yoga

„Richte das Becken auf!", „Heb das Schambein!" oder „Lass das Steißbein sinken!" – diese Ansagen gehören zu den häufigsten Alignment-Hinweisen im Yoga.

Gemeint ist meist eine posteriore Beckenkippung: Das Schambein hebt sich, das Steißbein sinkt, die Lendenlordose wird flacher. Die Gegenrichtung ist die anteriore Beckenkippung: Das Becken kippt nach vorne, die Sitzbeinhöcker bewegen sich nach hinten und oben, die natürliche Lendenkurve nimmt zu. In vielen modernen Alignment-Systemen gilt die Beckenaufrichtung als besonders sinnvoll. Sie wirkt kontrolliert, reduziert die Lordose und bringt viele Menschen scheinbar näher an eine neutrale Beckenstellung. Doch genau hier liegt der Denkfehler.

80 Prozent haben ein gekipptes Becken – ohne Beschwerden

In einer Studie an 120 gesunden, asymptomatischen Personen hatten 85 Prozent der Männer und 75 Prozent der Frauen eine anteriore Beckenkippung. Im Durchschnitt lag diese bei etwa 6 bis 7 Grad .

Eine nach vorne organisierte Beckenstellung ist also häufig Teil normaler menschlicher Haltung. Sie ist nicht automatisch ein Zeichen von Verkürzung, Schwäche oder Fehlhaltung. Für die Yogapraxis bedeutet das: Gute Ausrichtung sieht nicht bei allen Menschen gleich aus. Sie bedeutet nicht, dass jedes Becken neutral stehen oder jede Lendenlordose reduziert werden muss. Vielleicht s

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Lasst uns tanzen!

… aus der Reihe und hinein in die Lebendigkeit unserer wahren Wünsche oder unserer spontanen Impulse Ich habe vor einer Weile einen Text des Schriftstellers Paulo Coelho gefunden, der mich die letzten Wochen auf meinem Weg inspiriert hat. Er trägt den Titel Aus der Reihe tanzen und beginnt folgendermaßen: „Der Meister sagt, heute wäre ein guter Tag, um etwas Außergewöhnliches zu tun. Zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit auf der Straße tanzen. Einem oder einer Unbekannten in die Augen schauen und von Liebe auf den ersten Blick sprechen. Heute könnte ein Tag sein, der nicht ins Pensum passt, das wir jeden Morgen aufsetzen. Heute ist jeder Fehler erlaubt und verziehen. Heute ist ein Tag der Lebensfreude." Wenn ich das Zitat auf mich wirken lasse, frage ich mich: Was passt mir nicht in mein Pensum, in meine Welt? Was ist es, wo ich aus der Reihe tanzen möchte? Als erstes kommt mir meine Spontaneität in den Sinn. Ich merke, wie ich mich oft in Kleinigkeiten zurückhalte. Indem ich vermeide, auf jemanden zuzugehen oder etwas Bestimmtes zu sagen. Wie vor Kurzem, als jemand mir ins Wort fallen wollte und fragte, ob er das tun kann. Ich sagte einfach spontan, klar und deutlich: â
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Mit Bäumen verbunden – Teil 7

Die Hasel – Baum der Weisheit

Heute möchte ich dich einladen, einmal gegen den Strom zu schwimmen – falls du das nicht sowieso schon gerne tust. Lass uns den Lachsen auf ihrem Weg zum Laichen folgen. Warum? Weil dieser Fluss uns zur Quelle führt, zu einer ganz besonderen Quelle. Auf der Reise dorthin gibt es wohl manche (Hasel-)Nuss zu knacken – wie das in jedem echten Märchen der Fall ist: Der Märchenheld, die Märchenheldin muss zahlreiche Abenteuer bestehen oder Rätsel lösen, um am Ende bereit zu sein für die Hochzeit – und auch für die Verschmelzung mit der eigenen Essenz. Vielleicht bricht mit der Nussschale die Illusion auseinander, und die Wahrheit zeigt sich im Kern. Der liefert uns zudem noch Reiseproviant, dient er uns Menschen doch schon nachweislich seit der Jungsteinzeit als wichtige Nahrung: Zu 60% bis 70% besteht die Haselnuss aus fettem Öl, das reich an ungesättigten Fettsäuren ist. Sie enthält Proteine, Mineralien und reichlich Vitamine, vor allem E- und B-Vitamine.

Dass sie außerdem ziemlich gut schmeckt, ist allgemein bekannt, denn bis heute verzehren wir sie ja reichlich. Weiser hat uns das als Kollektiv offensichtlich nicht gemacht, obwohl das eine Wirkung des Verzehrs sein soll. Lass uns also weiter gegen den S

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Hilfe bei Arthrose

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Bhajan Noam betrachtet das verbreitete Krankheitsbild aus ganzheitlicher Sicht und zeigt Wege auf, wie man vorbeugen bzw. die Beschwerden lindern kann

Ohne Wissen um Zusammenhänge, Hintergründe, Ursache und Wirkung glauben wir, einem ominösen Schicksal ausgesetzt zu sein. Das ist sehr häufig auch im Gesundheitsbereich der Fall. Gesundheit macht unser Leben aus und ist der ureigentlich von der Schöpfung angedachte natürliche Zustand. Doch wie wir uns als Menschheit von Natürlichkeit und Bewusstheit entfernen, so entfernen wir uns auch vom Geschenk der Gesundheit. Mein Artikel möchte beispielhaft über ein Krankheitsgeschehen aufklären, das sehr verbreitet ist und in dessen Vorstadium sich noch weitaus mehr Menschen durch unbewusste Lebensweise befinden. Neu oder wiedererlerntes Körperbewusstsein, gesunde Ernährung, Yoga, Atem und ganzheitliche therapeutische Maßnahmen können Unwohlsein und Schmerzen nehmen und dafür Lebensfreude vermitteln und zu kreativem Denken und Handeln anregen.

Was ist Arthrose, und wie entsteht sie?

Bei Arthrose handelt es sich um eine entweder im Anfangsstadium befindliche oder mehr oder weniger fortgeschrittene Zerstörung des Knorpelgewebes eines oder mehrerer Gelenke. Zunächst gilt es zu unterscheiden, ob die Ursache der Arthrose mechanischer Natur ist, ob sie hormonelle Ursachen hat oder ob sie Folge einer Entzündung (Arthritis) ist. Nicht selten wird Arthritis mit Arthrose verwechselt oder mit ihr gleichgesetzt. Beide Krankheitsbilder k

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