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Pratyahara – Der vergessene Zweig des Yoga

Wie viele Menschen und, ja selbst wie viele Yogalehrer können Pratyahara erklären? Haben Sie je ein Buch über Pratyahara gesehen? Kennen Sie einige wichtige Techniken des Pratyahara? Gehört es zu Ihren Yoga-Übungen? Wenn wir Pratyahara nicht verstehen, fehlt uns ein integraler Bestandteil des Yoga, ohne den das System nicht funktioniert

Yoga ist ein umfangreiches System spiritueller Methoden für das innere Wachstum. Darum hat der klassische Yoga acht Glieder, die jeweils ihren eigenen Platz und ihre eigene Aufgabe haben. Von diesen ist Pratyahara wahrscheinlich am wenigsten bekannt. Als fünftes von acht Gliedern nimmt Pratyahara jedoch einen zentralen Platz ein. Manche Yogis zählen es zu den äußeren Aspekten des Yoga, für andere ist es ein innerer Aspekt. Beides ist richtig, denn Pratyahara ist ein Bindeglied, wie eine Tür zwischen den inneren und äußeren Aspekten des Yoga, und es zeigt uns, wie wir von der einen Seite zur anderen gelangen.Wir können nicht unmittelbar von den Asanas zur Meditation übergehen. Das wäre ein Sprung vom Körper in den Geist, ohne darauf zu achten, was dazwischen liegt. Damit dieser Übergang gelingt, müssen wir die Atmung und die Sinne, die Körper und Geist verbinden, in den Griff bekommen und entwickeln. Darum brauchen wir Pranayama und Pratyahara. Mit P

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Die geheimen Dimensionen des Hatha-Yoga

Die Kluft zwischen dem, was viele für Hatha-Yoga halten und was er in Wirklichkeit ist, wird immer grösser. Was ist Hatha-Yoga wirklich? Und wie wurde er vor 1000 Jahren gelehrt? Die Art von Hatha-Yoga, die in den meisten westlichen Yogaschulen gelehrt wird, zeigt wenig Ähnlichkeit mit dem traditionellen Yoga, wie wir es aus den Sanskrit-Schriften kennen und wie es immer noch in wenigen Ashrams in Indien gelehrt wird. Die zeitgenössische westliche Yoga-Praxis fokussiert fast ausschließlich auf Haltungen (asanas) und lässt dabei im Großen und Ganzen die moralischen Disziplinen, die traditionellen Reinigungstechniken, Meditation und die Yoga-Philosophie aus. Eine Unkenntnis der philosophischen Grundlagen des Hatha-Yoga ist besonders bedauerlich, weil sie die Praktizierenden daran hindert, die ursprünglichen Ziele des Yoga zu verstehen. Diese Ziele hängen mit der Transzendenz des Ego zusammen, mit dem vollen Wissen über die Körper-Geist-Beziehung (einschließlich der subtilen Hülle oder sukshma-sharira), Erleuchtung und der Transformation des Körpers in das, was die Tradition den "diamantenen Körper" (vajra-deha) oder "göttlichen Körper" (divya-deha) nennt. Um den traditionellen Hatha-Yoga und seine Ziele zu verstehen, müssen wir verstehen, dass dieser Zweig des uralten Baumes des Yoga ein integraler Bestandteil des tantrischen Erbes ist. Tantra tauchte ca. 300 - 400 n. Chr. auf, mehr oder weniger g
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Bhramari & Murchha

Anna Trökes über zwei Pranayamas, welche die Energie der „beseligenden Heiterkeit“ wecken.
Die beiden Pranayamas Bhramari und Murchha folgen in der Hatha-Yoga-Pradipika dem intensiven und stark erhitzenden Bhastrika-Pranayama. Sie bringen in der Reihe der Kumbhakas eine ganz neue Energie ins Spiel, nämlich die der „beseligenden Heiterkeit“ bzw. die der „Glückseligkeit“. Damit spielen sie auf den Zustand ananda an, der im Hatha-Yoga am Ende des Weges einer Vision gleich aufscheint. Er beschreibt die Empfindung, die sich einstellt, wenn alle Bewegungen des Geistes zur Ruhe gekommen sind und unser Bewusstsein völlig aufgegangen ist in der Erfahrung des Absoluten oder des Göttlichen. Es ist der Zustand von „Sein-Bewusstsein-Seligkeit“ (sat-cit-ananda), in den die beiden Pranayamas uns stufenweise hinein geleiten wollen. Durch die Benennung eines so »erhabenen« und im Alltag oft so fernen Ziels wird klar, dass sie prozesshaft angelegt sind, also immer im starken Bezug zu der sie umgebenden Übungspraxis stehen müssen. Sie brauchen einen Vorlauf in der Asana- und /oder Pranayama-Praxis, um das Feld vorzubereiten, in dem solche Empfindungen möglich werden können und sie brauchen einen Ausklang, der dem Übenden hilft, in der Folge dieser Pranayamas entweder in die Meditation hinüber zu gleiten oder wieder so viel Erdung und Wachbewusstheit zu erlangen, dass e

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Yogalehrer-Ausbildung auf dem Prüfstand

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Ein Plädoyer für die Notwendigkeit einer qualifizierten Ausbildung für Yogalehrer Wohl niemand, der heute als Yogalehrer oder Yogalehrerin ernsthaft arbeitet, wird eine Übungspraxis allein aus sich heraus entwickelt haben. Uns ist die Wichtigkeit des überlieferten Wissens im Yoga, das heißt die Erfahrungsübertragung "von den Älteren" bewusst. Anfangs ist es wichtig, sich klar zu machen, was man will und wie tief man in den Yoga einsteigen möchte. Das wird ausschlaggebend sein für die weitere Yoga-Arbeit. Unsere eigene Übungspraxis soll ein Kontinuum darstellen, eine Basis für alles, was wir weitergeben. Sie sollte – auf allen Ebenen – ständig weiter entwickelt, verfeinert und geläutert werden. Erst dann sind wir in der Lage, aus der eigenen Erfahrung heraus die Prozesse der Teilnehmer an unseren Yoga-Kursen zu begleiten, mit unerwarteten Ereignissen umzugehen und eine qualifizierte und hilfreiche Begleitung zu geben. Wir treffen Yoga heute zu oft als rein körperliches Training an, reduziert auf eine Anzahl von zusammengewürfelten Übungen ohne ein Verständnis dafür, wie jeder einzelne Aspekt auf den anderen aufbaut und Teil einer ganzheitlichen Lehre ist. Wichtig ist jedoch, sich hier zu vergegenwärtigen, dass Yoga eine fundierte Schulung benötigt, dass die Betonung im Yoga mehr auf innerer Arbeit  als  auf äußerer Aktivität liegt und dass j
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Kalarippayat & Yoga

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Das energetische Geheimnis des Kalarippayat-Kriegers. Die Kalari -Krieger Keralas (Südindien) waren berühmt und gefürchtet wegen ihrer Kampfkraft. Sie waren die ausdauerndsten und unnachgiebigsten Kämpfer ihrer Zeit. Auch wurden ihnen übernatürliche Fähigkeiten nachgesagt. Der Grund dafür liegt zum einen in der Effektivität der Kampftechniken, zum anderen aber in der Kraft der Kundalini. Die Bewegungsprinzipien und Kampfstellungen stimulieren direkt ihren Fluss durch die Wirbelsäule, ausstrahlend durch das gesamte Wesen. Die Kämpfer bauten so im Training ein ungeheures Energiepotential auf. Dies hielt sie gesund und stark und verlieh ihnen eine scheinbar übermenschliche Ausdauer. Das Geheimnis des Ganzen waren die Kampfstellungen. Während sie sich im Kampf verausgabten, kurbelten sie durch den "dynamischen Yoga" ihrer Bewegung die eigene Energieproduktion an. Was die Krieger im Kampf an Energie verbrauchten, füllten sie noch während des Kampfes zu großen Teilen wieder auf. Das machte sie zu scheinbar unermüdlichen Kriegern und ihren Gegnern gegenüber weit überlegen. Vor allem im nördlichen Stil des Kalarippayat wird die Verbindung der Kampfstellungen zu den Grundlagen des Yoga sehr deutlich. Die Formen (festgelegten Bewegungsabläufe) sind praktisch ein fließender Übergang von einem Yoga-Asana ins nächste. Die Bewegungen finden sehr schnell statt, so dass die Wirkung nicht auf eine spezielle Stellung aus dem Gesamtablauf zurückzuführen ist, s
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Eintauchen in Samadhi

Welcher Weg wird uns dem letztendlichen Ziel des Yoga näher bringen? Und, was ist überhaupt dieses letztendliche Ziel?
Wenn jemand mit Yoga anfängt, so hat er  in der Regel nur wenig oder keine Vorstellung davon, was die letztendlichen Ziele des Yoga sein könnten. Heute ist Yoga zu einer Art Supermarkt geworden – was immer man darin sucht, man wird es finden. Somit sind es also immer die gegenwärtigen körperlichen, emotionalen, mentalen oder spirituellen Bedürfnisse eines Menschen, die ihn zu seiner Suche motivieren. Die meisten Schüler suchen im Yoga nach einem Weg, von ihrem täglichen Stress herunterzukommen oder etwas mehr geistigen Frieden oder körperliches Wohlbefinden zu erlangen. Wir haben es hier meist mit einem "Quick Fix"-Ansatz zu tun, der eine vorübergehende Entlastung von den Unbehaglichkeiten eines stresserfüllten und bedrückenden Lebens ermöglichen soll.

Hin und wieder geschieht es zwar, dass man erlebt, wie jemand von höheren spirituellen Zielen erzählt; z.B. von "samadhi", "Selbst-Verwirklichung" oder "Erleuchtung". Diese jedoch werden für gewöhnlich in einer Weise beschrieben, dass es der durchschnittliche Schüler praktisch für unmöglich hält, solch erhabene Zustände erreichen zu können. Warum also erst versuchen? Viele Beschreibungen hierzu sind bestenfalls unklar und schlimmstenfalls erst gar nicht vorhanden. Jedoch ist der Praktizierende ohne eine klare Vorstellung v

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