Wenn die Hitze der ersten Sommertage uns zusetzt oder sich die Frühjahrsmüdigkeit und das dazugehörige Frösteln einfach nicht abschütteln lassen, können Atemübungen ausgleichend wirken. Wir haben uns mit dem Zusammenhang von Pranayama und Hitze bzw. Kälte beschäftigt.
Atemübungen haben vielfältige Wirkungen auf uns. Sie können uns nicht nur beruhigen, anregen, ausgleichen oder aufmuntern, sondern auch kühlend oder erwärmend wirken. Die kühle Qualität des Atems nehmen wir zum Beispiel während einer Einatmung auf unserer Nasen- oder Mundschleimhaut wahr. Die ausgeatmete Luft wurde bereits im Körper erwärmt. Schnelle, aktivierende Atemzüge bringen unseren Kreislauf auf Trab und können dadurch auch Kältegefühle vertreiben. Während einer beruhigenden Praxis wickeln wir uns gerne in wohlig-warme Decken ein, damit wir nicht zu frieren beginnen, wenn wir zur Ruhe kommen.
Langhana & Brmhana
Dennoch wäre es etwas verkürzt zu denken, dass wir mit einer bestimmten Atemübung direkt auf die Temperatur in unserem Körper oder auf unser Temperaturempfinden einwirken können. Zwar gelten bestimmte Pranayamas – z.B. Bhastrika und Surya-Bhedana – als erwärmend, und andere – z.B. Shitali und Chandra-Bhedana – als kühlend, doch gemeint sind damit energetische Qualitäten. „Das heißt, dass z.B. Shitali nicht den Körper kälter macht, sondern eine kühlende Qualität hat, die unter anderem Pitta reduziert“, erklärt der Berliner Ayurveda-Experte u