Sich die mentale „Fitness“ möglichst lange zu erhalten, wünschen sich wohl die meisten Menschen. Dr. Heinz Hilbrecht, Autor des Buches „Meditation und Gehirn“, erklärt im Interview mit YOGA AKTUELL, wie regelmäßige Meditationspraxis dabei helfen kann
Alles, was wir denken und tun, basiert auf neuronalen Aktivitäten. Das trifft sowohl auf sämtliche bewusste wie auch auf unbewusste Prozesse zu, wie zum Beispiel die Kontrolle der Atmung oder das Verdrängen von bestehenden Konflikten. Zuständig dafür ist die direkte Verbindung zwischen mentalen und neuralen Aktivitäten, d.h. zwischen unserem Geist und unserem Gehirn, die sich gegenseitig beeinxflussen. Mittlerweile weiß man, wie genau das passiert, und in welchen Hirnarealen es abläuft, wenn wir z.B. an die Frühberentung denken, uns über die Regierung ärgern oder uns freuen. Alles, was wir bewusst oder unbewusst denken, fühlen, vermeiden oder wollen, genauso wie unsere Reaktionen auf Ereignisse, Menschen und Situationen, beeinflusst unser Gehirn.
Neuste Forschungen haben aber zum Glück herausgefunden, dass sich nicht nur Anspannung und Ärger auf unser Gehirn auswirken, sondern umgekehrt auch Entspannung, Achtsamkeit und Meditation. So verbessert die Achtsamkeit zum Beispiel die Isolation der Fortsätze der Nervenzellen, so dass Signale schneller weitergeleitet werden können – und dabei ist es egal, ob wir 30 Jahre alt sind oder unseren 70. G