Die Bandhas im Kumbhaka von Bhramari, dem „Bienensummen“: Drei Variationen zum Ausprobieren.
Im letzten Beitrag haben wir über die Bandhas gesprochen, die Muskelaktionen während der Atempausen (Kumbhakas) im Pranayama, die Druck und Hitze in unserem Körper oder Atemgefäß erzeugen wollen: Kumbhaka kommt von Kumbha, das heißt Krug. Ich finde es spannend, dass auch Jesus den Menschen als einen Krug bezeichnet hat. Atempraktiken spielten in der spirituellen Praxis des Nahen Ostens immer eine große Rolle. Jesus sprach Aramäisch, und in seiner Sprache klingt das Wort für Atem wie der Akt des Atmens selbst: Ruha. Das Atemhauchen klingt auch im aramäischen Wort für Leben an: Hayye. Sogar Lachma, das aramäische Wort für Brot – ein Symbol für unseren Körper und das Leben in ihm – haucht, wenn Jesus sagt: „Inana Lachma d’Hayye – Ich bin das Brot des Lebens.“
Feuer kann Erz aus dem Gestein schmelzen, und Druck macht Kohle zu Diamanten. Da scheint es nicht abwegig, wenn die alten Yogis hofften, mit Hilfe dieser Kräfte auch aus dem Menschen das Beste herauszuholen. Und: In der Atemfülle, unter Druck und Hitze, mag vielleicht auch einmal jene Stille eintreten, die den Menschen auf den Grund seines Wesens schauen lässt: Ein Versinken im erweiterten Bewusstseinszustand von Samadhi, das – immer wieder erlebt – den Geist oder Chitta klar w