Warum es so wichtig ist, eine individuell stimmige Art und Weise des Meditierens zu wählen, und was dabei zu berücksichtigen ist.
Meditation ist mittlerweile fester Bestandteil von zahlreichen Yogalehrerausbildungen. Aber in der Tiefe zu verstehen, mit jeder Zelle des eigenen Körpers zu erfahren und mit dem ganzen Sein zu spüren, was in der Theorie vermittelt wird, ist ein langer Prozess, der viel Geduld und noch mehr selbstständiges Denken und Fühlen braucht.
Vor einigen Jahren leitete ich den Meditationsteil einer Yogalehrerausbildung. Die meisten der zukünftigen Yogalehrer hatten keine Meditationserfahrung. Nur wenige praktizierten ab und zu, ein paar davon allerdings mehr oder weniger erfolglos. Ich fragte sie, womit genau sie während der fünf oder zehn Minuten kämpften, die sie sich maximal für ihre Innenschau gönnten. Eine der Teilnehmerinnen, Maria, erklärte mir, dass ihr jedes Mal schwindelig würde, weil sie sich – so die Aufforderung des Ausbildungsleiters – immer auf ihr Drittes Auge konzentrieren sollte. Nachdem sie mir ihre Erfahrung von Schwindel etwas genauer geschildert hatte, bat ich sie, ihre Augen zu schließen, um dann einen Ort der Ruhe im eigenen Körper zu suchen und, falls sie ihn finden würde, dort zu verweilen. Ich lud auch die anderen Auszubildenden ein, dieser Idee zu folgen. Es d