Diese sanften Yogaübungen können dazu beitragen, wieder in Kontakt mit dem eigenen Körper zu kommen und aus der Starre zurück in die Selbstwirksamkeit zu finden.
„Ich kann nicht." – Diesen Satz höre ich in meiner Arbeit als Psychotherapeutin oft von Menschen, die mitten in einer depressiven Phase stecken. Für das Umfeld ist das schwer nachzuvollziehen. Aussagen wie „Geh doch raus in die Natur" oder „Yoga soll helfen" entspringen dem Wunsch zu unterstützen, und doch sind sie für Betroffene in diesem Zustand oft nicht umsetzbar. Depression ist keine Frage von Willenskraft. Sie kann neben anderen Ursachen als eine im Nervensystem verankerte Schutzreaktion auf zu große Belastung verstanden werden. Wenn die Belastung zu hoch wird, kann der Körper in Starre oder Kollaps gehen – ein uralter Überlebensmechanismus, den wir auch bei Tieren in lebensbedrohlichen Situationen finden. Bei Menschen ist dies eine Überlebensstrategie, die irgendwann nützlich war und die heute in belastenden Momenten unbewusst wieder aktiviert wird.
In der Depression sind Freude, Motivation, Beweglichkeit und Kontaktfähigkeit stark gedämpft. Menschen fühlen sich von sich selbst und von anderen abgeschnitten. Worte erreichen dann oft nicht den Körper, der in diesem Zustand wie verschlossen bleibt. Hier öffnet Yoga eine besondere Tür. Über den Körper entsteht ein Zugang, den W