Der Mondgruß (Chandra-Namaskara) ist das beruhigende Pendant zum Sonnengruß: Er ist sanft, ausgleichend, sorgt für Stabilität und führt zur inneren Stille. Katharina Middendorf zeigt Schritt für Schritt die erste Stufe des nivata-Mondgrußes.
Bislang führt der Mondgruß in vielen Yogastunden ein Schattendasein, sind doch die meisten Klassen vom Sonnengruß geprägt. Dadurch steht Shiva ohne seine Shakti da, und Pingala ohne Ida. Da Yoga Einheit bedeutet und Hatha-Yoga die Balance von männlicher und weiblicher Energie lehrt, gibt nivata dem Mondgruß einen Platz an der Sonne. Und das von sehr hoher Stelle aus, denn der nivata-Mondgruß hat seinen Ursprung im Himalaya, 3500 Meter über den Dächern der Welt. Dort haben wir unsere lunare Sequenz in tantrischer Tradition von unserem Lehrer Swami Dayanand Shankya Yogacharya übertragen bekommen, mit dem Auftrag, den Mondgruß in die Yogapraxis zu integrieren, um der herrschenden aktiven, mentalen Weltkraft eine sanfte, intuitive Seelenkraft zur Seite zu stellen.
Innerhalb der eigenen Praxis- und Lehrerfahrung haben sie Chandra-Namaskara weiterentwickelt.
Der Mond besitzt eine kühlende Wirkung, da die lunare Energie durch Ida-Nadi fließt, die für die feminine, sehr bewusste Kraft steht. Das macht den Mondgruß beruhigend, sanft und ausgleichend. Er eignet sich besonders für die Abendstunden. Aber auch morgens kann er seine ganz besondere Wirkung entfalten: N