Über Geld spricht man nicht – oder doch? Über Yogaunterricht und Entlohnung, und warum viele Yogalehrerinnen und Yogalehrer bei diesem Thema Hemmungen haben.
In diesem Artikel beschäftige ich mich zuerst mit den moralischen Gesichtspunkten in Bezug auf Geld und Wert und gehe im weiteren Verlauf auf praktische Fragestellungen ein.
Ich bin Yoga von ganzem Herzen dankbar, und das aus vielerlei Gründen: Die vielfältigen Techniken wirken ermächtigend und verbinden mich mit mir selbst und allem, was ist. Yoga hat mich positiv verändert und bereichert mich fortwährend, daher finde ich, dass Yoga für jeden zugänglich und erschwinglich sein sollte. Doch kann ich dieser Absicht auf unterschiedliche Weise gerecht werden.
Um Yogalehrer zu werden, verwenden die meisten sehr viel Zeit und auch finanzielle Ressourcen auf ihre Ausbildung. Zumeist bleibt es nicht bei den ersten zweihundert Stunden – man spezialisiert sich und bildet sich stetig weiter. Viel Energie, viele Wochenenden über viele Jahre hinweg und einige tausend Euro werden investiert. Natürlich lernt man etwas, das einen selbst interessiert. Nicht immer besteht bei Ausbildungsbeginn bereits der Wunsch, irgendwann einmal zu unterrichten. Aber wenn du dein Wissen weitergibst, stellt sich die Frage, ob und wie du „mit Yoga Geld verdienst“.
Ich habe mir diese Frage nicht einmal bewusst gestellt – sondern bin i