In dieser YOGA AKTUELL-Ausgabe erschienen:

Berührung kann zutiefst heilsam sein, wenn sie achtsam, liebevoll und im Einklang mit den Bedürfnissen des Gegenübers ausgeführt wird. Welche grundlegenden Fragen sollte sich jeder stellen, der im Rahmen von Bodywork mit Berührung arbeitet? Was bedeutet es, zu berühren? Was bedeutet es, berührt zu werden? Unsere Sinne entwickeln sich schon im Mutterleib. Während wir von einer befruchteten Eizelle zum Fötus und schließlich zu einem voll entwickelten, zur Geburt bereiten Baby heranwachsen, werden sie immer akkurater und reizempfänglicher und reagieren dementsprechend. Einer der ersten Sinne, die sich entwickeln, ist der Tast- oder Berührungssinn. Wenn ein Kind geboren wird, besteht sein erster Eindruck im Übergang vom Umgebensein mit Wasser zu dem plötzlichen Erlebnis, nun stattdessen mit Luft, Haut und neuen Grenzen in Kontakt zu kommen. Die ersten Formen von Sprache, die ein Baby versteht, sind Berührung und Weinen. In den ersten Monaten gelingt es den Eltern oft, hauptsächlich durch Berührung mit ihren Kindern zu kommunizieren und auf ihr Weinen einzugehen. Anders als bei den meisten Tieren können sich menschliche Babys nicht sehr bald selbstständig fortbewegen, sondern müssen lange getragen, versorgt und genährt werden, bis sie allmählich eigenständiger werden. Wir Menschen sind in dieser Phase vollkommen abhängig davon, berührt zu werden, um zu überleben. Gleichzeitig entwickeln sich auch Sehsinn, Geruchssinn, Hörsinn und Geschmackssinn, und wir erfahren eine fortlaufende Explosion der Sinneseindrücke. Kindheitserfahrungen mit Berührung sind prägend Unser Sozialverhalten im Umgang mit anderen kann sehr stark durch unsere Erfahrung mit Berührung geprägt sein. In manchen Regionen der Welt umarmt man sich zur Begrüßung, in anderen schüttelt man sich die Hände, und in wieder anderen reibt man die Nasen aneinander oder küsst sich. Berührung hat das Potenzial, zu heilen oder aber niederzuschmettern, zu nähren oder Missbrauch zu ermöglichen. Berührung hilft uns, eine Beziehung zueinander aufzubauen. Manch antisoziales Verhalten, das man heutzutage beobachtet, könnte aufgehoben werden, […]

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