In dieser YOGA AKTUELL-Ausgabe erschienen:

Loslassen ist das Ziel der „Totenhaltung“ Shavasana. Was einfach gesagt ist, fällt Yoga-Anfängern oft schwer. Mit den folgenden Thai-Yoga-Techniken können Yogalehrer ihre Schüler dabei unterstützen, weil sie den Körper des Empfängers in eine optimale Ausrichtung bringen Nichts mehr tun müssen und den Körper schwer in den Boden sinken lassen – ich weiß noch genau, wie sehr ich diesen Moment nach meiner allerersten Yogastunde genossen habe. In Shavasana können wir die süßen Früchte unserer Praxis ernten: Herzschlag und Atemfrequenz werden langsamer, das zentrale Nervensystem beruhigt sich, und der Geist ruht in entspannter Aufmerksamkeit. Wohlbefinden, Energieniveau und sogar das Selbstbewusstsein können sich beim regelmäßigen Üben von Shavasana verbessern. Klingt einfach? Theoretisch ist es das auch, allerdings kann es manchmal sehr schwerfallen, den Kopf „frei zu bekommen“. Den größten Teil unseres Alltags werden wir von Reizen überflutet. Einfach nichts zu tun, fällt schwer, weil unser Körper den Modus ständiger Aktivität und innerer Anspannung als Normalzustand verinnerlicht hat. Deshalb brauchen wir die physische Asana-Praxis, um vom Kopf in den Körper zu gelangen. Den wenigsten Menschen dürfte es gelingen, nach einem anstrengenden Büroalltag ohne vorherige Yogapraxis in der Totenstellung den Kopf auszuschalten. Von der Aktivität zur Passivität Thai-Yoga ist ein großartiges Mittel, um den Prozess des Loslassens in Shavasana zu unterstützen. Mit Präsenz, Achtsamkeit und einer liebevollen Intention ausgeführt, reichen einige wenige Handgriffe, um einen Schüler oder Partner tiefer in die Entspannung gleiten zu lassen. Durch die passive Erfahrung der Berührung wird die Aufmerksamkeit des Empfangenden auf natürliche Weise in den eigenen Körper gelenkt. Das vegetative Nervensystem schaltet von der sympathischen Funktion (Handlungsmodus) auf die parasympathische Funktion (Ruhemodus) um. Wenn der Körper optimal ausgerichtet in Shavasana liegt, kann Prana, unsere Lebensenergie, frei und ungehindert fließen. Die folgende Sequenz eignet sich für Yogalehrer am Ende einer Gruppen- oder Einzelstunde sowie einfach zum Üben und Genießen mit Freunden. […]

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