In dieser YOGA AKTUELL-Ausgabe erschienen:

Ein würdiges Ende: Nicht mehr Lebensverlängerung um jeden Preis, sondern ein natürlicher Sterbeprozess ist gefragt Der Palliativmediziner Gian Domenico Borasio setzt sich seit vielen Jahren für eine Medizin am Lebensende ein, die das Leiden von Menschen lindert. Er setzt sich aber auch für einen natürlichen Tod derjenigen ein, bei denen keine Leidenslinderung mehr möglich ist. Ihre Lebensqualität und die ihrer Angehörigen bis zum letzten Moment zu verbessern, statt künstlich den Sterbeprozess zu verlängern, ist sein Ziel. Und dem scheint er in den letzten Jahren ein Stück nähergekommen zu sein. Mitte Dezember 2011 erschien das Buch „Über das Sterben“, in dem Borasio, Inhaber des Lehrstuhls für Palliativmedizin an der Uni Lausanne und Lehrbeauftragter für Palliativmedizin an der TU München, sowohl Betroffenen als auch Menschen, die mit Sterbenden arbeiten, die Angst vor dem Sterbeprozess nehmen möchte. Denn die Angst macht allen Beteiligten einen würdevollen und humanen Abschied schwer. Angst ist für Borasio die unausgesprochene Überschrift vieler hitzig geführter Debatten über das Lebensende. Angst ist es auch, die bei Arzt-Patienten-Gesprächen über lebensbedrohliche Erkrankungen unausgesprochen im Raum steht und oft überspielt oder geflissentlich übersehen wird. Angst ist das höchste Hindernis für die Kommunikation über und im Sterben, sowohl zwischen einem Sterbenden und seinen Angehörigen als auch zwischen den Betroffenen und dem Krankenhauspersonal. Und Angst ist auch der Hauptgrund für Fehlentscheidungen und leidvolle Sterbeverläufe. Seit dem Erscheinen seines Buches tritt Borasio immer wieder in den Medien auf und vermittelt ein neues Verständnis des Sterbeprozesses. Diese Aufklärungsarbeit ist dringend notwendig, denn immer noch ist in unserer Gesellschaft eine Tabuisierung des Todes zu beobachten. Das hängt zum einen damit zusammen, dass wir in einer Gesellschaft leben, die dem Tod vehement mit ewiger Jugend und Anti-Aging begegnen möchte, weil ihre grundsätzliche Angst vor der Auslöschung des eigenen Ichs beim Sterben so groß ist. Zum anderen haben aber die […]

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Doris Iding
Doris Iding ist Ethnologin, Yoga-, Meditations- und Achtsamkeitslehrerin sowie Autorin mit Schwerpunkt Integration östlicher Heilverfahren in den Westen und bewusstseinsverändernde Techniken. Ihr besonderes Interesse gilt der Vermittlung eines neuen Bewusstseins, bei dem der Mensch nicht mehr dogmatisch an alten Traditionen und Lehren festhält, sondern sich dafür öffnet, dass alles miteinander verbunden ist. In ihren Artikeln und Seminaren vermittelt sie auf leichte und spielerische Weise, wie wir entspannt, achtsam und wohlwollend zu uns selbst finden können. Vierzehn ihrer Bücher wurden in andere Sprachen übersetzt.