Teil 2 von: Wie der Yoga in den Westen kam und zu dem wurde, was er nie sein wollte...
Ursprüngliches und eigentliches Ziel des Yoga ist es, die Dualitäten zu überwinden. Dabei gilt es zu erkennen, dass wir weit aus mehr sind als unser Name, unser Beruf, unser Status und unser Körper. Es gilt auch zu erkennen, dass wir weit aus mehr sind als Individuen oder Egozentriker, die sich und ihre subjektive Wahrnehmung als den Nabel der Welt betrachten und entsprechend leben und glauben. Und es gilt zu erkennen, das wir gleichzeitig alles und nichts sind, weder unser Name, weder unser Beruf oder unser Körper – noch unsere Weltanschauung.
Erreicht man das yogische Ziel – selbst wenn es nur für einen kurzen Moment ist – dann hebt sich die vom Verstand konstruierte Trennung zwischen Du und Ich, zwischen Ich und der Welt, zwischen profan und sakral auf. Und deutlich wird, dass Yoga gelebte Spiritualität ist, die jeden Moment im Leben stattfindet und es auch keinen Unterschied mehr gibt zwischen der Praxis auf der Yogamatte oder dem Meditationskissen und der Praxis des Yoga im Alltag. Die Voraussetzung für das Erreichen dieser Erkenntnis ist das Zur-Ruhe-Kommen-des-Geistes, der meistens zwischen zahllosen Gedanken hin- und h