Der spirituelle Weg des Alltags: Wie Karma-Yoga unser tägliches Leben prägen und uns mit tiefer Zufriedenheit erfüllen kann.
Der Karma-Yoga oder Yoga des Handelns, eine jahrtausendealte Lehre aus Indien, die dort zu den wichtigsten spirituellen Wegen gehört, ist bei uns im Westen kaum bekannt. Eigentlich seltsam, denn gerade der Karma-Yoga wäre für uns, auch ohne damit ein spirituelles Ziel zu verfolgen, ein gangbarer Weg zu einem zufriedeneren Dasein. Wie wir den bei uns weit verbreiteten Yoga der Körperhaltungen (Hatha-Yoga) für die physische Gesundheit und zur Entspannung ausüben, so können wir zur wohltuenden Veränderung unserer inneren Haltungen den Karma-Yoga praktizieren. Man darf ihn auch als eine philosophisch-psychologische Lehre bezeichnen, und er eignet sich deshalb für alle Menschen, unabhängig von ihrer religiösen Ausrichtung. Die Grundlage des Karma-Yoga bildet die Bhagavadgita (nachfolgend Gita genannt), eine heilige Schrift Indiens.
Östliche Heilswege, mit ihrem Glauben an das Karma-Gesetz und die Wiedergeburt, sehen eine wesentliche Aufgabe darin, das in zahlreichen vorangehenden Leben angesammelte Karma aufzulösen – dieses Karma, das durch jede unserer Taten entsteht, wirklich jede, ob gut oder böse. Ideal wäre demnach, gar nichts mehr zu tun. Natürlich geht das nicht, solange wir einen Körper haben, der zumindest genährt werden will. In Indien wählten die Erlösungsuchenden deshalb d