Flucht oder Vollendung? Über die Entdeckung des göttlichen Funkens im eigenen Herz-Innenraum und die Verwirklichung der Seele als Weg zurück in die Ur-Einheit.
Göttlich zu werden in der Natur der Welt und im Symbol des Menschen ist die Vollendung, für die wir erschaffen wurden.1 (Sri Aurobindo)
Egal, welchen spirituellen Weg ein Mensch geht, oder für welche Yogapraxis er sich entscheidet – ob Hatha-, Bhakti-, Karma- oder Integraler Yoga, ob Zen oder Achtsamkeit und ein Leben im Jetzt –, ist Spiritualität doch vor allem eines: die Bemühung um ein bewusst gelebtes Leben und die Suche nach sich selbst. Manche nennen es auch die Suche nach Gott. Denn der Mensch hatte offenbar schon immer das Empfinden, von der Quelle allen Seins getrennt zu sein. Und da er spürte, dass er nicht vollständig ist, begann er, nach jenem zu suchen, das ihn wieder ganz und heil, und damit heilig, machen sollte. Leider suchte er außerhalb seiner selbst, erschuf sich damit unzählige Götter und Götzen, im Irrglauben, sie könnten seine innere Leere füllen. Stattdessen machte er sich abhängig von ihnen, verstrickte sich immer tiefer in eine vermeintlich materielle Welt, wodurch er sich selbst noch mehr verlor. Und solange der Mensch sich selbst und die Welt für etwas vom Absoluten Abgespaltenes hält, k