Bedroht und verfolgt, weil sie Yoga unterrichtet: Fakhria Momtaz, die im Jahr 2017 das erste Yogastudio Kabuls eröffnete, musste seit der erneuten Herrschaft der Taliban um ihr Leben fürchten und Afghanistan deshalb verlassen. Im Interview mit YOGA AKTUELL schildert sie die mehr als ernste Situation.
Für die meisten von uns in der westlichen Welt ist es ganz selbstverständlich, Yoga zu praktizieren. Obwohl die Praxis ursprünglich aus Indien stammt, gibt es auch hier inzwischen überall Yogastudios, und Yoga wird gesellschaftlich überwiegend als bereichernde Entspannungspraxis anerkannt. In Deutschland bezuschussen sogar Krankenkassen den Yogaunterricht. Aber es gibt auch Länder, in denen Menschen um ihr Leben fürchten müssen, weil sie Yoga praktizieren. Eines dieser Länder ist Afghanistan. Dort ist Yoga haram, verboten, denn die Praxis gilt als hinduistisch und ist daher laut verschiedener Fundamentalisten nicht vereinbar mit dem Islam.
Eine mutige afghanische Frau widersetzt sich jedoch bereits seit ihrem Kindesalter diesem Dogma, indem sie Yoga zunächst für sich allein übte, und später das erste (und einzige) afghanische Yogastudio in der Hauptstadt Kabul eröffnete. Sie wurde deswegen bedroht und verleumdet. Selbst der Jihad, der „heilige Krieg“ gegen so genannte Ungläubige, wurde gegen sie ausgerufen. Unbeeindruckt verfolgte sie ihren Weg weiter und verschaffte somit inmitten von Krieg und Gewalt hunderten v