Über die Verbindung von Mensch und Natur – wie wir unser Bewusstsein für unsere essenzielle Zugehörigkeit zur Erde und für unsere Einheit mit der Schöpfung mit Impulsen aus der yogischen Weisheit wieder neu beleben können.
Die Erde gilt in vielen Kulturen als Mutter der Menschen. Sie trägt uns, sie gibt uns Schutz und Halt. Sie ernährt uns und gibt uns eine Heimat. Häufig wird die Erde als mitfühlendes Wesen beschrieben, weil sie all das mit uns teilt, ohne etwas dafür zu erwarten.
Dennoch steckt die Beziehung zwischen Mensch und Erde in einer tiefen Krise. Zuweilen hat man den Eindruck, dass für manche Menschen die Verbindung zur Erde und zur ganzen Natur einfach verschwunden ist. Kann es sein, dass wir unseren Ursprung vergessen haben? Und wenn ja, wie können wir ihn wiederfinden?
Für Yogis war die Beziehung des Menschen zur Natur seit jeher ein bewegendes Thema. Einer der ältesten Texte der indischen Literatur ist das Aranyani-Sukta, die „Hymne an die Königin der Wälder“. Es findet sich im Rg-Veda und ist damit eines der ältesten Gedichte über die Natur, und vielleicht auch eines der schönsten.
„Aranya“ bedeutet Wald, Aranyani ist die Königin der Wälder. Die Wälder haben in der indischen Tradition eine besondere Stellung. Wälder galten als Orte der R