Achtsamkeit hinsichtlich der Ernährung als Schlüssel zum Wandel der Welt: Wie wir durch unser Konsumverhalten zum Raubbau an Tieren und Ökosystem beitragen – oder dies bewusst vermeiden und an einer Kehrtwende mitwirken können.
Wusstest du eigentlich, wie stark unser Teller mit den unterschiedlichsten Entwicklungen auf der ganzen Welt verbunden ist? Nein? Ich auch nicht. Denn die allermeiste Zeit meines Lebens war ich so etwas wie der prototypische Konsument. Ein in der Großstadt lebender Mensch ohne Bezug zur Landwirtschaft. Ein halber Südamerikaner, der in einer fleischlastigen Kultur aufgewachsen ist und seine Ernährung nie groß hinterfragt hat.
Der Schlüssel liegt in der Achtsamkeit. Je mehr wir uns vor Augen halten, an welchen „Fäden“ unser Teller hängt, umso mehr können wir damit auch die Entwicklung der Welt zumindest geringfügig positiv beeinflussen.
Doch dann änderte sich etwas. Fast durch Zufall wurde ich Organisator des österreichischen Tierschutzvolksbegehrens, einer unabhängigen Bürgerbewegung, unterstützt von über zweihunderttausend Menschen, die sich dem systemischen Wandel bei der Erzeugung von Lebensmitteln widmet. Dadurch sollen das Tierwohl, der Naturschutz und der Erhalt der kleinbäuerlichen Landwirtschaft forciert und für mehr Transparenz beim Essen gesorgt werden.
Dem liegt die Annahme zugrunde, dass der eigene Teller einer der wirkmächtigsten Orte für Veränderung ist – wenn der Lebensmittelkonsum bewusst erfolgt. Denn a