Von der Selbstoptimierung zu einer spirituellen Praxis, die uns im Innen ganz werden lässt und zu einem nachhaltigen Wandel in der heutigen Welt beiträgt
Vielleicht kennst du das. Du praktizierst auf der Yogamatte oder auf dem Meditationskissen, es tut dir gut. Du fühlst dich danach ausgeglichener, energetisch aufgeladen, bereit für den Tag. Aber innerhalb kürzester Zeit ist nicht mehr viel von der Wirkung übrig. Überforderung ist an der Tagesordnung, Kleinigkeiten bringen dich aus der Ruhe. Die Halbwertszeit deiner Praxis ist gering, und du bist mit Gedanken beschäftigt wie: Praktiziere ich das Richtige? Praktiziere ich genug? Vielleicht sollte ich statt Yogini lieber Buddhistin werden.
Selten sind die Formen der Praxis das Pro blem. Viel öfter die Haltung, mit der wir ihr begegnen. Es sind Überzeugungen, wie zum Beispiel, dass Spiritualität etwas sei, das uns von allen Pro blemen befreien und die Mängel, die der Geist in unserem Menschsein sieht, ausmerzen sollte. Oder dass spirituelle Praxis nur in absoluter Ruhe, in einem geschlossenen Raum stattfinden kann. Diese Ideen rahmen Spiritualität zu etwas Begrenzendem – zu etwas, das Teile des Lebens abtrennt oder abwertet. Und dadurch beschneiden wir ihre Wirkkraft erheblich.
Was stimmt nicht mit mir?
Die Gründe, warum wir uns Yoga und Spiritualität zuwenden, sind unterschiedlich. W