Über die Täuschung, die vergisst, dass sie eine ist – und den Klang, der sie erlöst, und welche Stimme dabei Donald Trump spielt
„Und als das Lamm das siebente Siegel auftat, ward eine Stille im Himmel, etwa eine halbe Stunde lang. Und ich sah die sieben Engel, die vor Gott standen; und ihnen wurden sieben Posaunen gegeben. Und die sieben Engel mit den sieben Posaunen rüsteten sich zu blasen." – Offenbarung 8,1–2 und 6
Was dann folgt, weiß jeder, der die Apokalypse des Johannes kennt: Stoß um Stoß bringen die Posaunen eine alte Welt zum Einsturz.
Es gibt eine Pflanze, die denselben Namen trägt wie das Instrument der Engel: Die Engelstrompete, die Brugmansia (früher: Datura arborea), die in der Ethnobotanik als das stärkste bekannte Halluzinogen gilt1. Ihre psychoaktive, halluzinogene Wirkung auf den Menschen ist so stark, dass der Halluzinierende nicht mehr weiß, dass er halluziniert. Damit besitzt diese Pflanze ein vollkommenes Gleichnis für das, was der indische Vedanta Maya nennt – die kosmische Täuschung. Und vielleicht ist es zugleich das Gleichnis für den ganz gewöhnlichen Zustand eines Menschen, der die materielle Welt der Erscheinungen für wirklich hält und nicht weiß, dass er sie als Schöpfungsträumer nur träumt.
Die Pflanze, die das Vergessen verabreicht
Der Vedanta beschreibt Maya durch zwei Kräfte. Die Avarana-Shakti, d