Über den verantwortungsvollen Umgang mit den eigenen Ressourcen und der eigenen Gesundheit.
„Kannst du meine Stunde übernehmen?“ – „Eigentlich nicht“, möchte man vielleicht antworten. „Ich habe diese Woche schon viel unterrichtet. Das ist mein freier Abend. Ich bräuchte die Zeit für mich.“
Nicht nur im Kontext des Unterrichtens werden wir immer wieder herausgefordert, eine gute Balance zwischen verschiedenen Interessen zu finden: sowohl der Anerkennung unserer Bedürfnisse und der Beachtung unserer Ressourcen als auch dem Wunsch zu helfen, zu unterstützen und jemanden, oder zum Beispiel eine Yogagruppe, nicht hängen zu lassen. Dabei kann es leicht passieren, dass Hilfsbereitschaft zur Selbstlosigkeit wird, die – wie das Wort in seinem Sinn bereits sagt – eine Loslösung vom Selbst und den eigenen Bedürfnissen werden kann.
Übermäßige Hilfsbereitschaft – und mögliche Beweggründe dafür
Hast du in deinem Unterricht schon mal vom achtgliedrigen Pfad des Patanjali und vom Yogasutra erzählt? Darin werden dem Yogi unter anderem folgende Tugenden auf dem Praxisweg vorgeschlagen: Ahimsa (Gewaltlosigkeit), Svadhyaya (Selbsterforschung) und Satya (Aufrichtigkeit).
Die Gewaltlosigkeit gegenüber dem, was mir begegnet, richtet sich mitnichten nur „nach außen“. Sondern die Achtung dieses Wertes gilt auch mir selbst gegenüber. Mich über die Maßen zu fordern, mir keine Pausen zu gönnen und die eigenen Bedürfnisse nicht zu achten, ist ein Akt der Missachtung meiner selbst. Auch w