Eine Studie zeigt: Durch regelmäßige Praxis sinkt die Aktivität in stressverarbeitenden Hirnregionen – und genau das führt zu mehr innerer Ruhe.
Wer schon mal Ashtanga Yoga praktiziert hat, kennt das Gefühl: Der Geist wird ruhig, klar, ausgeglichen. Und das Bemerkenswerte: Je regelmäßiger wir üben, desto nachhaltiger stellt sich dieser Effekt ein.
Ich selbst praktiziere seit über dreißig Jahren fast täglich Ashtanga Yoga. Es ist jedes Mal wie ein Zurückkehren zu mir selbst. Ich betrete die Yogamatte, beginne bewusst zu atmen. Der Ujjayi-Atem entsteht: gleichmäßig, sanft, rauschend. Der Rhythmus zieht mich in seinen Bann. Gedanken und Sorgen rücken in den Hintergrund.
Nach und nach synchronisiere ich meine Bewegungen mit dem Atem (Vinyasa). Ich lenke Energie im gleichen Rhythmus (Bandha). Auch meine Sinne folgen diesem Fluss – mein Blick ruht atemsynchron auf einem Punkt (Drshti). Diese drei Aspekte bilden die Tristhana – die drei Säulen der Ashtanga-Yoga-Praxis. Sie haben eine tiefgreifende Wirkung auf mich.
Doch diese Wirkung entsteht nicht sofort. Anfangs braucht es Zeit, Geduld und Wiederholung. Die Übungsfolge wird Bewegung für Bewegung aufgebaut. Nach und nach prägt sich alles so tief ein, dass sich die Praxis wie eine Melodie anfühlt, die durch den Körper fließt. Wenn du dann ohne bewusstes Nachdenken der Atemführung folgst, wird Ashtanga Yoga tatsächlich zur Meditation i